Volle Auftragsbücher und neue Märkte

Schwalm-Eder. Auch wenn die Konjunkturprogramme an den Zimmererbetrieben im Landkreis oft vorbei gegangen sind, war 2010 ein sehr erfolgreiches Jahr f

Schwalm-Eder. Auch wenn die Konjunkturprogramme an den Zimmererbetrieben im Landkreis oft vorbei gegangen sind, war 2010 ein sehr erfolgreiches Jahr für viele Betriebe.Das sagte Obermeister Klaus Kühlborn aus Spangenberg auf der Jahreshauptversammlung der Innung kürzlich in Borken. Insgesamt sei im vergangenen Jahr eine rege Nachfrage nach Bauleistungen zu verzeichnen gewesen, eine Belebung, die sich auch in den Konjunkturerwartungen der Betriebe widerspiegele. "Trotz des langen Winters erwarten 2011 die meisten Betriebe eine gleich bleibende oder eine bessere Geschäftslage als 2010. Der Optimismus gründet sich besonders auf die rege Nachfrage und die ansteigenden Auftragsbestände der Betriebe", so der Obermeister.

Die Branche reagiert

"Es zahlt sich aus, dass viele Betriebe ihr Leistungsspektrum zu Gunsten des Ausbaus und der Bausanierung in den letzten Jahren angepasst haben."Die energetische Gebäudesanierung hat nicht zuletzt durch die Einführung des verbindlichen Energieausweises für Wohngebäude, ab 2009, weiter an Zuspruch gewonnen. Auch werden die "eigenen Vier-Wände" zunehmend als gute Geldanlage in die Lebensqualität und Zukunftssicherung verstanden.Die Branche reagiert. Kühlborn wörtlich: "Die Innung rechnet in Zukunft mit einer weiteren Verschiebung der Nachfrage in Richtung Innenausbau und Bausanierung. Daher werden die Betriebe ihr Augenmerk vermehrt auf eine Leistungserweiterung in diesem Bereich legen. Während früher traditionell der Neubau sehr stark im Blickpunkt stand, so werden heute sehr viele Sanierungsarbeiten durchgeführt."Für den Neubau-Markt sieht die Zimmerer-Innung einen verschärften Preiskampf auf sich zukommen. Bereits 2010 wurde nach Kühlborns Worten auf den Sektoren Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau ein Minus von 0,6 Prozent ermittelt.  "Prognosen, wonach der Umsatz 2011 um rund 1 Prozent steigen soll, werden eher dem Wachstum im Bereich Bausanierung zugeschrieben. Besonders das Auslaufen der Konjunkturprogramme wird zu einer Abschwächung im öffentlichen Bau führen", ist sich Kühlborn sicher.

Ansprechpartner im Innungsvorstand

Bei den Neuwahlen zum Innungsvorstand für die Zimmerleute wurde der bisherige Vorstand bestätigt. Obermeister bleibt Klaus Kühlborn, Holzbau Kühlborn, Spangenberg. Stellvertretender Obermeister bleibt Joachim Rudewig, Holzbau Lambrecht, Treysa. Lehrlingswart ist Falk Schlechter, Zimmerei Bauer, Zennern; Schriftführer Harald Schenk, Zimmerei Schenk, Schlierbach, sowie Volker Woll, Holzbau Woll, Spieskappel. Neu in den Innungsvorstand wurde Frank Draude, Zimmerei Draude, Fritzlar, gewählt.Nach langjähriger Arbeit aus dem Vorstand in Ehren verabschiedet wurde Hans-Günther Scholl, Zimmerei Scholl, Wasenberg.

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