Wegen einer Rutsche

Knatsch um den Elfershuser SpielplatzVon RAIMUND SCHESSWENDTERElfershausen. Kurt Drese ist sauer: Hier geht schon seit anderthalb Jahren

Knatsch um den Elfershuser Spielplatz

Von RAIMUND SCHESSWENDTER

Elfershausen. Kurt Drese ist sauer: Hier geht schon seit anderthalb Jahren nichts voran. Die Rede ist vom Spielplatz Elfershausen, den das Spielplatzteam, eine rtliche Elterninitiative aus eigenen und gespendeten Mittel seit 2005 auf- und ausgebaut hat. Drese, Vater von zwei Kindern, war seinerzeit federfhrend dabei. Seit Herbst 2008 ist der Spielplatz jedoch gesperrt. Brgermeister Herbert Vaupel hatte versprochen im Frhjahr den Spielplatz der Elterninitiative weiter aufzubauen. Doch auf dem Platz sieht es aus wie auf einer Baustelle. Auf die Verzgerungen angesporchen reagiert Malsfelds Brgermeister genervt: Es wird doch alles gemacht, wie im Ortbeirat und mit der Elterninitiative besprochen. Nchste Woche beginnen die Arbeiten. Definitv. Auch der Vorsitzende der Elterninitiative, Bernd Ploch , versteht die Aufregung nicht ganz: Es hat sich auch verzgert, weil wir die Spenden vom Eigentmer und den Elfershusern noch in eine groe Rutsche umgesetzt haben. Das Gelnde des Elfershuser Spielplatzes hatte die Gemeinde auf Anraten des Spielplatzteams gepachtet. Hier will Drese schon widersprochen haben: Ein Pachtgrundstck, das macht doch keinen Sinn. Aber die Gemeinde wollte das unbedingt machen. Bei Bernd Ploch hrt sich die Geschichte anders an. Im Herbst 2008 haben wir uns getroffen und beschlossen trotz der Verkleinerung am Standort festzuhalten, wegen der guten Lage. Da war Herr Drese noch dafr, erinnert sich der Vorsitzende.

Spielplatz versetzen

Die Grennderung kam durch das Bauvorhaben des Eigentmers zustande, der auf dem Grundstck ein Pflegeheim errichtet. Doch das Gebude nimmt nicht den ganzen Platz ein, so versetzte man Spielplatz auf die noch freie Flche. Die haben die Rutsche und die Seilbahn versetzt, dann die neue Metallrutsche besorgt und nach einer Woche war wieder Schluss, beschreibt Kurt Drese die Vorgnge im Sommer 2009. Doch der Schein trog, denn im Hintergrund arbeitete das Spielplatzteam mit Hochdruck an der neuen Rutsche. Bevor die neue Rutsche da war, konnten wir gar nicht weitermachen. Erst mussten wir das restliche Geld organisieren, das Spielgert transportieren, dann gab es Probleme, erklrt Ploch die Verzgerungen. Bei dem Acht-Meter-Schnppchen fr 6.000 statt 11.000 Euro fehlte eine Sttze, ein Hang musste eigens aufgeschttet werden, am Ende einigte man sich auf Baubeginn im Frhjahr 2010. Ich kann Kurt Drese ja verstehen. Er htte ja nachfragen knnen, dann wre ihm klar geworden, dass nicht nur die Gemeinde an der Verzgerung Schuld ist. Und insgesamt haben wir nur eine einzige Spielplatzsaison versumt. Das ist vertretbar, sagt Ploch zu den Vorwrfen seines ehemaligen Mitstreiters. Nun ist die langerwartete Wiederaufnahme der Arbeiten letzte Woche angelaufen. Der Startschuss ist gefallen. Wir werden wieder aktiv, freut sich Ploch. Er plant, dass im Mai der Spielplatz wieder benutzbar ist. Dann spielen auch Kurt Dreses Zwillinge wieder mit den anderen Kindern der Elterninitiative. Der Nachwuchs weiss kleine Streitereien vielleicht besser zu schlichten, als die groen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel "Top oder Schrott?!"

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