Wettbewerb um Flucht, Vertreibung und Eingliederung

Schwalm-Eder. Das Hessische Sozialministerium hat aus Anlass des 60. Jahrestages der Charta der deutschen Heimatvertriebenen (vom 5. August1950) einen

Schwalm-Eder. Das Hessische Sozialministerium hat aus Anlass des 60. Jahrestages der Charta der deutschen Heimatvertriebenen (vom 5. August1950) einen Landespreis zum Thema "Flucht, Vertreibung, Eingliederung” gestiftet.Damit soll die Erinnerung wach gehalten, dass fast ein Drittel aller in Hessen lebenden Bürger entweder Flucht oder Vertreibung selbst erlebt hat, durch das Schicksal der nächsten Angehörigen betroffen ist oder als Spätaussiedler hier lebt. Diese Bevölkerungsgruppen haben das kulturelle, wirtschaftliche und soziale Leben in Hessen bereichert und zur Weiterentwicklung Deutschlands und Europas beigetragen. Die Lebensleistungen dieser Menschen auf den Gebieten Kultur, Literatur und Wissenschaft will das Land nun durch den Hessischen Preis "Flucht, Vertreibung, Eingliederung” auszeichnen. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und soll alle zwei Jahre verliehen werden.

Preiswürdige Beiträge

Der Landespreis richtet sich besonders auch an junge Menschen und ermuntert dazu, sich mit der Geschichte Deutschlands und der Deutschen zu beschäftigen. Für die erste Verleihung des Preises werden unter anderem auch solche Arbeiten von Bürgern, Institutionen oder auch Schulklassen als besonders preiswürdig angesehen, die sich mit der Charta der deutschen Heimatvertriebenen auseinandersetzen. Vorschlagsberechtigt ist jedermann, einschließlich Verbände oder Bildungseinrichtungen; auch Eigenbewerbungen sind möglich. Einsendeschluss ist der 28. März. Weiteres ist unter www.hessen.de abrufbar.Landrat Frank-Martin Neupärtl heißt den Wettbewerb ausdrücklich gut und bittet um rege Teilnahme aus dem Schwalm-Eder-Kreis. "Auch in unserer Region haben viele Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause gefunden", sagt er. "Gemeinsam mit der heimischen Bevölkerung haben sie wesentlich dazu beigetragen, dass die Lebensqualität und die Wirtschaftskraft verbessert und ein Leben in Frieden und Freiheit verwirklicht werden konnte." Vielerorts sei die Integration beispielhaft gewesen und somit einen Wettbewerbsbeitrag wert.

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