Zittern in Zwesten

Von RAIMUND SCHESSWENDTERAufatmen bei der Familie des an Menengitis erkrankten Schlers. Der 17-Jhrige ist aus dem Koma erwacht und befinde

Von RAIMUND SCHESSWENDTERAufatmen bei der Familie des an Menengitis erkrankten Schlers. Der 17-Jhrige ist aus dem Koma erwacht und befindet sich nach Angaben des Gesundheitsamtes auf dem Weg der Besserung. Vergangene Woche war der Junge ins Krankenhaus eingeliefert worden, sein Gesundheitszustand wurde ber mehrere Tage als lebensgefhrlich eingestuft.

Groalarm im KreisDer Alarmplan des Kreisgesundheitsamtes lief an. Da die Entzndung ansteckend ist und in einigen Fllen tdlich endet, wurden rzte, Apotheken und alle die eventuell mit dem Schler Kontakt hatten umgehend informiert.

Die Suche nach Personen mit Infektionsrisiko lief auf Hochtouren. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes war vor Ort, um die Ereignisse rund um die Inkubationszeit zu rekonstruieren.Ferien - Ein Hindernis

Eine Mail- und Telefonkette lief zwischen den Schlern an. Einziges Problem: Die Ferien hatten gerade begonnen, daher waren einige schon ins Ausland abgereist.

Auch in der Schule wurden spontan Sonderschichten eingeteilt, um Eltern, Schler und Kollegen zu informieren.

Realschulleiter Gnter Koch kmmerte sich persnlich um die ngste der Betroffenen.

Schlielich entschloss man sich die Medien einzuschalten. Eine Radiomeldung gab auch noch den letzten Betroffenen Verhaltenshinweise.

600 Telefonate gefhrtNach der Durchsage brannten die Leitungen im Gesundheitsamt. Fast 600 Anrufe arbeitete das Team um Medizinaldirektor Dr. med. Peter Urban ab. Parallel nahm das Sekretariat der Schule und Gnter Koch, Leiter des Realzweiges, weitere Rckmeldungen auf. Mittlerweile hatte die Nachricht auch entfernte Urlauber erreicht. Anrufer aus Italien und Schweden baten um Aufklrung. Entsprechende Merkbltter gingen massenweise per Email und als Faltblatt heraus.Dr. Urban: Durch die sehr gute Vernetzung der Schler konnten wir alle schnell erreichen.

Im Urlaub wurden mehrere per SMS erreicht. Die Verbreitung moderner Kommunikationsmittel erleichtere die Arbeit seiner Behrde sehr, so der Fachbereichsleiter weiter.

Gezielte Information verhindere zu groe Aufregung. Das habe auch dazu gefhrt, dass die Leute freundlich und ruhig geblieben seien, lobte er.Versorgung optimalMichaela Nettebcker von der Lwenapotheke besttigte den guten Eindruck.Es geht zivilisiert und ruhig zu. Wir haben vorgesorgt und kommen mit dem Aufkommen sehr gut klar.

Das Gesundheitsamt stellt klar: Eine Zweiterkrankung ist nicht zu erwarten. Aber natrlich wollte man sichergehen.

Es treten im Jahr etwas sechs dieser Erkrankungen im Kreis auf. Gefhrlich ist der Krankheitsverlauf, bei einem Drittel verlief die Infektion letztes Jahr tdlich.

Daher besteht Meldepflicht bei der Meningokokken-Meninggitis. Die Daten werden bis zum Robert-Koch-Institut weitergereicht, um Erkenntnisse aus dem Auftreten der rtselhaften Infektion zu ziehen.

Mit der flchendeckenden Einnahme des Breitband-Antibiotikums zur Prvention sind keine weiteren Flle zu erwarten.

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