Fit für die Zukunft

Dem Schreckgespenst des demographischen Wandels trotz klammer Kassen zu begegnen, zählt aktuell zu den großen Herausforderungen. In Edermünde schei

Dem Schreckgespenst des demographischen Wandels trotz klammer Kassen zu begegnen, zählt aktuell zu den großen Herausforderungen. In Edermünde scheint es so, als wäre die Finanznot die beste Motivation, um vorwärts zu blicken und die Zukunft aktiv zu gestalten. Und so stand auch der 15. Neujahrsempfang, auf dem sich fast 400 Gäste in der Besser Mehrzweckhalle tummelten, ganz unter dem Motto "Fit für die Zukunft trotz knapper Finanzen"."Edermünde präsentiert sich heute als fortschrittliches Gemeinwesen", lautete die Botschaft von Bürgermeister Karl-Heinz Färber. Schließlich habe die Gemeinde in Sachen Infrastruktur, regenerativer Energie und im sozialen Bereich ihre Hausaufgaben gemacht. Das gilt ebenso für das Sparschwein – denn dank des guten Vorsatzes "Gib möglichst nur das Geld aus, das dir zur Verfügung steht", hat  die Gemeinde mehr als zwei Millionen Euro auf der hohen Kante.

Ohrenschmaus: Christine Ihle und die Jazz-Band der Musikschule Schwalm-Eder Nord.

Auch die Einwohner werden trotz dunkler Gewitterwolken in Form der Wirtschaftskrise nicht weniger, sondern sogar mehr im Geldbeutel haben. Denn der  Kindergartenbesuch ist ab diesem Jahr kostenlos. Die Gebühren, etwa für Trink- und Abwasser, bleiben ebenfalls stabil. Sorgen macht dem Bürgermeister besonders das "Finanzgebahren der Landesregierung".Färber: "Einem Dolchstoß gleich kommt die Kürzung der Landeszuweisungen". Denn diese hätten ein Haushaltsloch von 700.000 Euro verursacht. "Die Stimmung landauf und landab ist miserabel. Wir werden auf die Barrikaden gehen, da die Forderungen und Vorschläge der kommunalen Spitzenverbände unberücksichtigt geblieben sind", so seine Kampfansage. Für eine besondere Mischung aus Philosophie, Humor und Ernsthaftigkeir stand Gastredner Karl-Christian Schelzke mit seinem Vortrag "Kommunalpolitik als Beruf oder Berufung ?""Nehmt auf Eure Kommunalpolitiker mehr Rücksicht! Ihr müsst sie nicht lieben, aber zumindest solltet Ihr versuchen, sie zu verstehen. Und wenn das nicht geht, dann sollte man nicht Mitleid haben, sondern wenigstens ein wenig Respekt für ihre schwierigen Aufgaben aufbringen", appellierte der Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes an das Publikum.Im Folgenden brachten Petra Witt-Degenhardt undTorsten Peter in bester heimischer Mundart ihre ganz speziellen "Dorfansichten" zum Ausdruck.Die Moderation übernahm in diesem Jahr hr4-Moderator Tobias Hagen, während die Musikschule Schwalm-Eder Nord für den passenden Ohrenschmaus sorgte.     (sh)

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