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„Ylenia“ zeigte sich sanfter als erwartet 

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Die starken Böen stürzten viele Mülltonnen um
Die starken Böen stürzten viele Mülltonnen um © Knödl

Sturm- und Orkanböen sorgten in der Region für umgestürzte Bäume, herabfallende Äste und Tramausfälle

Kassel/Landkreis. „Ylenia“ hat es mit Nordhessen gnädig gemeint: In Kassel und den Landkreisen blieb es im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland ruhig. Mülltonnen wurden umgeweht, viele eScooter lagen auf den Straßen. Auch kleinere und größere Äste knickten ab und landeten auf Fahrbahnen und Gehwegen. In den nordhessischen Landkreisen stürzten etliche Bäume um.

Auf Grund des Unwetters wurde ein 40-jähriger Mann in Fritzlar am frühen Donnerstagmorgen von herabfallen Gegenständen eines Daches, am Kopf verletzt. Der Mann musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Kassel eingeliefert werden. Insgesamt kam es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aufgrund des Unwetters in großen Teilen des Schwalm-Eder-Kreises zu kurzfristigen Behinderungen im Bereich des Straßenverkehrs. Umgestürzte Bäume versperrten den Verkehrsteilnehmern teilweise die komplette Fahrbahn und machten so eine Weiterfahrt unmöglich. Die Feuerwehren und Straßenmeistereien entfernten die Bäume und reinigten die Fahrbahnen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet für die Region Kassel noch bis zum Donnerstagabend Wind- und stürmische Böen, die dann in der Nacht weiter abflachen. Erst ab Freitagnachmittag und verbreitet am Abend wird für die Region wieder vor schweren Sturmböen gewarnt. „Die Wetterlage für Freitag soll sich zunächst beruhigen, daher kann der Schulunterricht in Stadt und Landkreis wieder in Präsenz stattfinden. Wir stehen mit dem DWD in engem Kontakt und beobachten die Lage“, erklärten Oberbürgermeister Christian Geselle und Landrat Andreas Siebert. Der Schulbetrieb in Stadt und Landkreis Kassel soll also am Freitag, 18. Februar, wieder regulär stattfinden. Darauf haben sich die beiden Schulträger verständigt. Die Wetterlage werde aber fortlaufend beobachtet. Grundsätzlich müssten die Erziehungsberechtigten am Freitagmorgen entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar und sicher sei. Lasse man das Kind zu Hause, dann müsse die Schule über die Abwesenheit informiert werden.

Für die Bus- und Straßenbahnlinien im öffentlichen Personennahverkehr in Kassel und Umgebung ging der Sturm relativ glimpflich über die Bühne. „Wir hatten keine schweren Sturmschäden zu verzeichnen“, so Heidi Hamdad, Sprecherin der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVG). Nur auf der Strecke der Straßenbahnlinie 1 wurde der Verkehr zwischen Wendeschleife Holländische Straße und Vellmar etwa eine Stunde lang eingestellt, weil Äste auf den Gleisen lagen. „Abgesehen davon verzeichneten wir in Kassel und Umgebung Verspätungen auf den meisten Linien“.

Auf der RegioTram-Linie RT1 (Kassel – Hofgeismar-Hümme) war der Verkehr zunächst wegen eines Wildunfalles und später wegen auf die Gleise gestürzte Äste zwischen den Bahnhöfen Espenau-Mönchehof und Hümme von Betriebsbeginn gegen 4 Uhr bis etwa 10.30 Uhr eingestellt. Auch der Verkehr der Linie RT4 wurde gestern ab etwa 22 Uhr eingestellt. Nach einer Erkundungsfahrt einer RegioTram von Wolfhagen nach Kassel wurde die Strecke heute gegen 13 Uhr wieder freigegeben.

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