Unfall mit fünf Fahrzeugen auf A 44: Flüchtiger Lkw gesucht

Am gestrigen Montagtagabend ereignete sich auf der Autobahn 44 in Fahrtrichtung Kassel ein Verkehrsunfall mit zwei Verletzten.

Kassel.  Bei dem Unfall, bei dem insgesamt sechs Fahrzeuge beteiligt waren und der Unfallverursacher noch flüchtig ist, entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 40.000 Euro. Die A44 war in Richtung Kassel für rund 60 Minuten voll gesperrt. Es kam an der Unfallstelle zu Verkehrsbehinderungen.

Wie die Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal berichten, ereignete sich der Unfall gegen 17.30 Uhr. Zu dieser Zeit war ein aktuell noch flüchtiger LKW auf dem rechten von zwei in Richtung Kassel führenden Fahrstreifen in der dortigen Baustelle unterwegs. Die Unfallörtlichkeit zwischen den Anschlussstellen Bad Wilhelmshöhe und Westkreuz Kassel war in dem Bereich verengt und wies einen leichten Rechtsschwenk aus. Vermutlich aufgrund Unachtsamkeit, übersah der bislang unbekannte Fahrer des LKW den Rechtsschwenk und fuhr stattdessen geradeaus. Hierbei kam er in den linken Fahrstreifen, wo die fünf im weiteren Verlauf beteiligten Fahrzeuge hintereinander herfuhren. Um einen Zusammenstoß mit dem LKW zu verhindern, bremste der 21-jährige Fahrer aus Kelsterbach, der zu diesem Zeitpunkt auf dem linken Fahrstreifen neben dem LKW fuhr, seinen VW Golf voll ab. Die beiden nachfolgenden Fahrzeuge eines 38-Jährigen aus Chemnitz und eines 40-Jährigen aus Büren machten ebenfalls eine Vollbremsung und kamen noch rechtzeitig zum Stehen.

Ein an vierter Stelle fahrender 32-jähriger aus Krefeld reagierte jedoch zu spät und krachte mit seinem Golf Sportsvan in das Fahrzeugheck des Mercedes des 40-Jahre alten Fahrers aus Büren. Dieser wiederum knallte durch die Wucht des Aufpralls gegen den vor ihm stehenden Mercedes des Chemnitzers und dieser gegen den Golf des 21-Jährigen aus Kelsterbach. Der an letzter Stelle fahrende 30-Jährige aus Schauenburg versuchte dem Unfallgeschehen auszuweichen und zog seinen Audi nach rechts. Dabei krachte er aber noch mit seiner linken Fahrzeugfront gegen das Heck des 32-Jährigen aus Krefeld. Der unfallverursachende LKW flüchtete im Anschluss, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Bislang ist nur bekannt, dass es sich um einen LKW handeln soll. Mehr konnten die unfallbeteiligten Fahrer nicht sagen.

Bei dem Unfall waren die Fahrzeuge des 40-Jährigen, des 32-Jährigen und des 30-Jährigen so stark beschädigt worden, dass sie abgeschleppt werden mussten. Der 21-Jährige und der 38-Jährige konnten nach der Unfallaufnahme weiter fahren. Die beiden Männer aus Büren und Krefeld verletzten sich bei dem Unfall leicht. Rettungswagen brachten beide in umliegende Krankenhäuser.

Die Beamten der Autobahnpolizei beziffern den Gesamtsachschaden mit rund 40.000 Euro. Infolge der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Autobahn in diesem Bereich bis etwa 18.30 Uhr voll gesperrt. Anschließend löste sich der mittlerweile auf fünf Kilometer angewachsene Stau wieder auf.

Die Unfallermittler der Polizeiautobahnstation Baunatal bitten nun Zeugen, die Hinweise zu dem flüchtigen LKW geben können sich unter Tel.: 0561-910 1920 bei der Autobahnpolizei Baunatal oder unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

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