15-Jähriger stirbt nach Messerattacke in Korbach - zwei Festnahmen und große Suchaktion

Seit heute Vormittag sucht die Polizei mit Einheiten der Bereitschaftspolizei und Metalldetektoren weiter großräumig den Bereich ab. Die Polizei hat offiziell noch keine Angaben zur Tatwaffe und deren Verbleib gemacht.
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Seit heute Vormittag sucht die Polizei mit Einheiten der Bereitschaftspolizei und Metalldetektoren weiter großräumig den Bereich ab. Die Polizei hat offiziell noch keine Angaben zur Tatwaffe und deren Verbleib gemacht.
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Seit heute Vormittag sucht die Polizei mit Einheiten der Bereitschaftspolizei und Metalldetektoren weiter großräumig den Bereich ab. Die Polizei hat offiziell noch keine Angaben zur Tatwaffe und deren Verbleib gemacht.

Nach der tödlichen Messerattacke in Korbach hat die Polizei mittlerweile zwei tatverdächtige Deutsche (18 und 19 Jahre alt) festgenommen. Heute sucht die Polizei den Tatort großräumig ab und fand zwei Messer, die als Tatwaffe(n) in Betracht kommen.

Korbach. Wie berichtet, war ein 15-jähriger Jugendlicher Donnerstagabend gegen 21 Uhr im Eidinghäuser Weg im Bereich eines Parkplatzes durch mehrere Messerstiche getötet worden. Ein Tatverdächtiger, ein 19-jähriger Mann aus Korbach, konnte bereits am Tatort festgenommen werden. Die Kriminalpolizei begann noch in der Nacht zu Freitag, 22. September 2017, mit den Ermittlungen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte sich der Getötete, der in Begleitung eines 14-Jährigen war, mit zwei 18 und 19 Jahre alten, ihm bekannten Heranwachsenden getroffen. Im Verlauf des Treffens soll der 19-Jährige dann das spätere Opfer mit einem Messer angegriffen und mit mehreren Messerstichen in Bauch und Brust getroffen haben. Dabei soll er von dem 18-jährigen unterstützt worden sein. Zur genauen, mutmaßlichen Tatbeteiligung des 18-jährigen können ebenso wie zu dem Anlass der Tat noch keine Angaben gemacht werden.

Alle Beteiligten sind deutscher Herkunft ohne Migrationshintergrund und leben schon lange in der Kreisstadt.Die beiden dringend Tatverdächtigen wurden noch in der Nacht festgenommen und befinden sich seit dem in Polizeigewahrsam.Der Leichnam des getöteten Jugendlichen wird im Gerichtsmedizinischen Institut in Gießen obduziert.

Der 18-Jahrige, als möglicher Tatbeteiligter und der 19-Jährige, der bisher als Haupttäter gilt, sollen heute, 22. September 2017, dem Haftrichter vorgeführt werden. Beide sind polizeibekannt und in der Vergangenheit auch durch Gewalttaten auffällig geworden. (Hier der Videobericht vom Abend...)

Am Vormittag suchte die Polizei mit Einheiten der Bereitschaftspolizei und Metalldetektoren weiter großräumig den Bereich ab. Zwei Messer wurden gefunden, die als Tatwaffe(n) in Betracht kommen.

Der Parkplatz der zur St. Josef Kirche gehört, ist abgesperrt, genauso Teilbereiche des Eidinghäuser Weges und die umliegenden Nebenwege. Die Gullydeckel sind geöffnet worden und die Schmutzfänger darunter werden von der Polizei kontrolliert. Der nahegelegen Kindergarten macht heute einen Ausflug, so bekommen die Kinder nichts von der Suchaktion dort mit.

Für die Anwohner ist es ein Schock. Zwar gab es in der Vergangenheit immer Ärger, auf dem kircheneigenen Parkplatz. Das war aber meist wegen Ruhestörung, da der Parkplatz abends zum „Rasertreff“ mutierte. Absperrketten haben aber seit einiger Zeit dort für Ruhe gesorgt. Der Parkplatz ist seither nur zu den Gottesdienstzeiten geöffnet.

Anwohnerin Ingrid S. kann es nicht glauben, was geschehen ist. Sie hat zwar am Abend die Sirenen gehört und die Blaulichter gesehen, dachte aber nicht an eine so schreckliche Tat. Sebastian W. kam gerade von der Fahrschule nach Hause, als er die Einsatzkräfte und die ausgeleuchtete Szenerie vor Ort sah. „Da war das Opfer bereits zugedeckt“, sagt er. „Die Rettungskräfte sollen zuvor noch lange versucht haben den 15-Jährigen zu reanimieren.“ Die Jugendlichen kannten sich untereinander. Sie wohnen teilweise in der Nachbarschaft.

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