286. Kram- und Viehmarkt in Bad Arolsen: Polizei zieht Bilanz

Vier anstrengende und arbeitsreiche Tage liegen hinter den Einsatzkräften der Polizeistation Bad Arolsen. Im Vergleich zum Vorjahr hatten die Ordnungshüter nicht wesentlich mehr zu tun, konnten durch ihre deutliche Präsenz jedoch nicht alle Straftaten verhindern.

Bad Arolsen. Vier anstrengende und arbeitsreiche Tage liegen hinter den Einsatzkräften der Polizeistation Bad Arolsen. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von anderen Dienststellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen und der Bereitschaftspolizei. Im Vergleich zum Vorjahr hatten die Ordnungshüter nicht wesentlich mehr zu tun, konnten durch ihre deutliche Präsenz jedoch nicht alle Straftaten verhindern.

Insgesamt kam es im Zusammenhang mit dem Viehmarkt zu 18 Strafanzeigen wegen Körperverletzungen. Die Polizei ermittelt hier überwiegend gegen junge Erwachsene, die teils stark alkoholisiert aneinander gerieten. Zu ernsthaften und schweren Verletzungen kam es dabei nicht. Alle von der Polizei festgestellten Schlägereien entwickelten sich zufällig und sind eher dem Alkohol als mutmaßlichen Rivalitäten zuzuschreiben. 

Einige Standbetreiber erlebten am Sonntagmorgen eine böse Überraschung. Ein oder mehrere Unbekannte hatten in der Nacht zu Sonntag die Planen von fünf Verkaufszelten zerschnitten und waren so teilweise an die Waren gelangt. Der Gesamtschaden wird auf rund neunhundert Euro geschätzt.

Leider kam es auch in diesem Jahr wieder zu sexuellen Übergriffen gegenüber jungen Frauen im Bereich der Reithalle. Um 1.40 Uhr am frühen Samstagmorgen wurde 17-jährige Frau von einem Unbekannten in anstößiger und beleidigender Art und Weise angesprochen. Als die junge Frau dem Mann ihre Ablehnung zeigte, bekam sie von dem Unbekannten eine Ohrfeige bevor er in der Menge verschwand. Diese Person wird als 25- bis 30-jähriger, dunkelhäutiger und dunkelgekleideter Mann beschrieben.

Kurz darauf wurde eine 24-jährige aus dem Schwalm-Eder-Kreis gegen 2 Uhr von drei Männern bedrängt. Das ließ sich die couragierte Frau nicht gefallen und setzte sich deutlich zur Wehr. Ein Täter wird beschrieben als 1,75 m groß, schlanke Statur, dunkle Hautfarbe und kurze schwarze Haare.

Ein dritter, ähnlicher Vorfall dieser Art ereignete sich am frühen Sonntagmorgen zwischen 3.45 Uhr und 4 Uhr in der Fürstenallee. Eine 27-jährige Frau war allein unterwegs, als sie kurz vor Erreichen des Braunser Weges von zwei Männern angemacht wurde und mit ihnen in Streit geriet. Die junge Frau setzte sich dem Drängen der Männer erfolgreich zur Wehr. Die Angreifer flüchteten in unbekannte Richtung, die Frau informierte die Polizei. Die beiden Männer werden beschrieben als ungefähr 1,75 - 1,80 m groß, Dunkelhäutig mit kurzen lockigen Haaren, vermutlich schlanke Gestalt. Auf einem Arm befand sich ein dunkler Fleck, möglichweise ein fingergroßer Leberfleck oder eine Narbe. Der Mann trug bei Tatausführung ein dunkles, eventuell dunkelrotes oder weinrotes T-Shirt oder Hemd. Der zweite Mann wird als ungefähr 1,85 m groß, kräftige Statur, eventuell etwas mollig, hellhäutig, vermutlich Deutscher beschrieben. Er trug eine helle Jeans.

In Fällen von Sachbeschädigungen an zwei Autos im Braunser Weg ist die Polizei auf der Suche nach einer Gruppe junger Leute. Am Samstagmorgen um 3.20 Uhr wurden aus dieser Gruppe heraus die Außenspiegel der Beifahrerseite von zwei dort parkenden Autos, einem schwarzen Lupo und einem blauen Golf, abgetreten. Einer der später flüchtigen Täter soll ein auffällig grünes T-Shirt getragen haben. Der Sachschaden wird hier auf 300 Euro geschätzt.

Die erhöhte Polizeipräsenz führte über das Wochenende auch zu zwei Festnahmen, mit denen die zwei betroffenen Männer nicht gerechnet hatten. In der Nacht zu Sonntag konnten nach Personenkontrollen wegen auffälligen Verhaltens zwei Haftbefehle vollstreckt werden.

Die Resonanz auf die deutlich wahrnehmbare Polizeipräsenz fand bei den Festbesuchern insgesamt durchweg Anerkennung. Die Besucher fühlten sich sicher. Ein Indiz dafür, dass das angepasste Sicherheitskonzept für diese Großveranstaltung erfolgreich greift.

Hinweise zu den genannten Täterbeschreibungen bitte an die Polizeistation Bad Arolsen, Tel. 05691/97990;oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

Rubriklistenbild: © Foto: wsf

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