37,2 Prozent der unter 18-Jährigen in Hessen stammen nicht von hier

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Sozialminister Stefan Gruettner

Hessen. Jugendarbeit ist ein wichtiger Lernort, um Kompetenzen zu erwerben und muss auch Migranten offen stehen, betonte der Hessische Sozialminister

Hessen. Jugendarbeit ist ein wichtiger Lernort, um Kompetenzen zu erwerben und muss auch Migranten offen stehen, betonte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute anlässlich des bundesweiten Aktionstages "Voneinander lernen – füreinander da sein" der Bundes-Initiative "Aktion zusammen wachsen – Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern" in Wiesbaden.

Die Landesregierung fördert jugendliche Migranten bei ihrem Engagement in der Jugendarbeit. Aktuell unterstütze das Hessische Sozialministerium durch das Programm "Stärkung der Partizipation und Teilhabe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund" (PTJM) 18 Projekte mit insgesamt 1,13 Millionen Euro für den Projektzeitraum 2012 bis 2014.

Der Hessische Integrationsmonitor 2010 weist für das Jahr 2008 etwa 1,43 Millionen Personen in Hessen mit Migrationshintergrund aus, das sind 24,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei den unter 18-Jährigen liegt der Anteil bei 37,2 Prozent. Ziel von PTJM sei eine stärkere Einbindung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Angebote der Jugendarbeit und Abbau von Zugangsschwellen, so der Sozialminister.

Wenige Jugendliche nutzen das Angebot

"Bislang ist die Partizipation und Teilhabe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Feld der Jugendarbeit beziehungsweise in der außerschulischen Jugendbildung vergleichsweise gering. Dabei ist der Kompetenzerwerb, der in der Jugendarbeit erfolgt, für die Lebensbiografie junger Menschen von besonderer Bedeutung", betonte Grüttner. "PTJM soll jungen Migrantinnen und Migranten ermöglichen, vom freiwilligen Engagement zu profitieren und die Chancen, die der Lernort Jugendarbeit bietet, zu ergreifen."

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