4.000 Euro Belohnung - Stadt und Partner gehen gegen Einbrecher in die Offensive

Korbach. In der "dunklen Jahreszeit" haben Einbrecher meist Hochsaison. Die Häufung von gewaltsamem Eindringen in Kindergärten, Schulen, V

Korbach. In der "dunklen Jahreszeit" haben Einbrecher meist Hochsaison. Die Häufung von gewaltsamem Eindringen in Kindergärten, Schulen, Verwaltungsgebäude, Firmen und Geschäftsräume in Korbach seit November 2011 sprengt allerdings alle bisherigen Rekorde. Über 50 Einbrüche (Stand: 27. Januar 2012) hat die Polizei in der Kreisstadt und der unmittelbaren Umgebung registriert. Dabei war die jeweilige Beute der Einbrecher stets mehr als dürftig. Dafür liegt der bisherige Sachschaden mittlerweile im sechsstelligen Bereich. Ob alle Einbrüche auf ein und denselben Täterkreis zurückgehen, ist bisher unklar. Klar ist allerdings, dass die Einbruchsserie Korbach einen Spitzenplatz in der Kriminalstatistik beschert hat.

"Das reicht jetzt", sagt Bürgermeister Friedrich und möchte im Schulterschluss mit Partnern aus der Wirtschaft und der Mithilfe aus der Bevölkerung die Einbruchswelle beenden. So wird für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führt, eine Belohnung von insgesamt 4.000 Euro ausgelobt. Die Stadt Korbach ist mit 2.000 Euro dabei, das Gebäudemanagement Waldeck-Frankenberg 1.000 und EWF mit je 1.000 Euro. Dies ist erheblich mehr als in anderen vergleichbaren Fällen.

Auch appellieren Stadtoberhaupt, Ordnungsamt und Polizei an die Bevölkerung, Augen und Ohren offen zu halten, und bei ungewöhnlichen Beobachtungen, wie ungewohnten Geräuschen, auffälligen, fremden Fahrzeugen oder Personen sofort die Polizei zu informieren.

"Lieber einmal mehr alarmieren, als Augen und Ohren verschließen", sagt Oberkommissar Dirk Virnich, zuständig für das Präventionsprogramm "Gucken statt Ducken". Neben der Belohnung und verstärkter Aufmerksamkeit der Bevölkerung hofft man, dass die Situation bei den Entscheidungsträgern in der Landeshauptstadt für Aufmerksamkeit sorgt, und die Personaldecke der Polizei in der Region merklich aufgestockt wird.

Ob dort die Ohren offen oder auf Durchzug stehen, bleibt abzuwarten. Solange muss offenbar die Bevölkerung gemeinsam mit Polizei, Politik und Wirtschaft die für sie verfügbaren Möglichkeiten nutzen. Und vielleicht lockt zwischenzeitlich den einen oder anderen aus dem Umfeld der Täter die nicht unbeträchtliche Belohnung, wesentlich mehr insgesamt und schneller und leichter verdient als durch nächtliche Beutezüge.

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