90.000 Masken für Waldeck-Frankenberg produziert

Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer, Dr. Markus Klausner (Technikvorstand Viessmann), Landrat Dr. Reinhard Kubat, Jochen Steber (Hollingsworth & Vose) und Thomas Buthmann (Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg) zeigen die Masken.
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Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer, Dr. Markus Klausner (Technikvorstand Viessmann), Landrat Dr. Reinhard Kubat, Jochen Steber (Hollingsworth & Vose) und Thomas Buthmann (Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg) zeigen die Masken.

Die Firmen Viessmann und Hollingsworth & Vose haben gemeinsam Mund-Nase-Bedeckungen für die Bereiche Gesundheit und Pflege in Waldeck-Frankenberg hergestellt und konnten somit dazu beitragen, dass große Engpässe an Schutzausrüstung vermieden werden konnten.

Allendorf / Hatzfeld - Zu Beginn der Coronapandemie war Schutzausrüstung wie Mund-Nasen-Bedeckungen ein knappes Gut, auch in Waldeck-Frankenberg. Zwei Unternehmen aus dem Kreis haben sich zusammengetan und seit April mit viel Engagement, Kreativität und Erfindergeist über 90.000 Masken produziert, die der Landkreis an Heime und mobile Pflegedienste verteilen konnte.

Die Viessmann Werke und die Firma Hollingsworth & Vose haben aus der Not eine Tugend gemacht: Als es Ende März weltweit zu Lieferengpässen von Schutzmasken kam, brachte der Landkreis die beiden Unternehmen zu diesem Thema zusammen. Kurzerhand und unbürokratisch entscheiden sich beide dafür, gemeinsam Mund-Nasen-Bedeckungen für die Bereiche Gesundheit und Pflege in Waldeck-Frankenberg herzustellen.

Hollingsworth & Vose, die im Wesentlichen Filterwerkstoffe zur Weiterverarbeitung im industriellen Bereich produzieren und weltweit vertreiben, haben dafür kostenfrei hochwertiges FFP2-Vlies zur Verfügung gestellt, das in seiner Filterwirkung effektiv vor Viren schützt – in Corona-Zeiten ein heiß begehrtes Produkt, welches am Markt mittlerweile nur noch sehr schwer zu bekommen ist.

Die Viessmann Werke haben eine individuelle Fertigungslinie eingerichtet, für die vorhandenes technisches Equipment umfunktioniert und kreative Lösungen für Abroll- und Schneidvorrichtungen für den Vlies-Stoff gebaut wurden. Eine Herausforderung für die 85 Auszubildenden und zahlreichen Mitarbeiter, die sich in dem Projekt engagiert haben.

Dr. Markus Klausner, Technikvorstand bei Viessmann: „Es steckt tief in der Viessmann-DNA, dass wir in der Krise immer auch die Chancen sehen. Das gilt insbesondere für die Coronapandemie. Es ist dem Ideenreichtum unserer Mitarbeiter zu verdanken, dass wir eine Vielzahl von Lösungen entwickelt und produziert haben, die auf die Bedürfnisse der Menschen in der Region zugeschnitten sind – Hand in Hand mit dem Landkreis und anderen Unternehmen wie Hollingsworth & Vose.“

Gemeinsam wurden unterschiedliche Prototypen entwickelt – vom Gesichtsschild über eine Maske mit eingebautem Filter aus dem 3D-Drucker bis hin zu hochwertigen Mund-Nase-Bedeckungen aus FFP2-Vlies, die eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Sprechen deutlich verringern. In den vergangenen drei Monaten sind von letzteren über 90.000 Stück an den Landkreis geliefert worden. Zuletzt konnten pro Woche über 10.000 Gesichtsmasken hergestellt werden. Die Verteilung lief über den Landkreis, der dafür vier kleine Logistikzentren in Bad Wildungen, Frankenberg, Korbach und Bad Arolsen aufgebaut hat, um die Pflegedienste und Heime schnell und adäquat versorgen zu können.

„Ich bin zutiefst beeindruckt, wie in einer Ausnahmesituation, in der wir uns auch jetzt noch befinden, schnell und unkompliziert Kräfte gebündelt werden, um gemeinsam effektive Lösungen zu finden“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Ich bin stolz darauf, dass wir Unternehmen wie diese im Kreis haben und danke herzlich für die tatkräftige Unterstützung, die dazu beigetragen hat, dass in Waldeck-Frankenberg große Engpässe an Schutzausrüstung vermieden werden konnten.“

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