A44: Autofahrer unter Drogen

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A44. Gestern wurden in Nordhessen  bis in den Abend hinein die Polizeikontrollen zum Thema "Drogen im Straßenverkehr" fortgesetzt. Allein

A44. Gestern wurden in Nordhessen  bis in den Abend hinein die Polizeikontrollen zum Thema "Drogen im Straßenverkehr" fortgesetzt. Allein im Kasseler Raum wurden dabei durch mobile Streifen 15 Autofahrer erwischt, bei denen der Verdacht auf Drogenkonsum bestand und ein Drogen-Vortest positiv verlief.

Den Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt, eine Blutentnahme angeordnet und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zumindest für die nächsten 24 Stunden dürfen sie nicht mehr ans Steuer eines Kraftfahrzeugs. Bei einigen wurden auch kleinere Mengen unterschiedlichster Drogen gefunden und sichergestellt. Diese Personen müssen sich außerdem wegen Drogenbesitzes strafrechtlich verantworten.

Drogendealer geschnappt

Auf dem Parkplatz "Hundsberg" an der A44 Dortmund-Kassel bei Kilometer 17,1 zwischen den Anschlussstellen Zierenberg und Kassel-Bad Wilhelmshöhe ging zwei mobilen Fahndungsteams ein 48 Jahre alter Mann aus Kassel ins Netz, der in seinem Pkw unter dem Schonbezug des Beifahrersitzes rund 200 Gramm Kokain transportierte.

Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam eingeliefert, das Auto zur weiteren Spurensicherung abgeschleppt. Bei dieser Menge Kokain gehen die Ermittler davon aus, dass mit den Drogen Handel getrieben wird.

Neben den Drogen stellten die Fahnder auch noch 2.200 Euro Bargeld sicher. Der derzeitige Marktwert des nach ersten Tests vermutlich sehr hochwertigen Kokains soll bei rund 28.000 Euro liegen. Der 48-Jährige wurde auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft am Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht in Kassel vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Die Ermittlungen des für Drogendelikte zuständigen Kommissariats K34 der Kasseler Kripo dauern an.

Polizeihauptkommissar Jens Gaida, der als Leiter der Fahndungsgruppe der Polizeiautobahnstation Baunatal die dreitägige, länderübergreifende Kontrollaktion mit federführend konzipiert hatte, zog ein zufriedenes Fazit. "Auch wenn die große Zahl von rund 100 entdeckten Autofahrern, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol in diesen drei Kontrolltagen unterwegs waren und von uns erwischt wurden, natürlich erschreckend ist, zeigt dies aber auf der anderen Seite sehr deutlich, dass diese Kontrollmaßnahmen unbedingt erforderlich sind", sagt der Hauptkommissar. "Wer sich unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen ans Steuer setzt, handelt verantwortungslos und gefährdet nicht nur sich, sondern auch unschuldige, andere Verkehrsteilnehmer", erklärt Hauptkommissar Gaida abschließend.

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