Das ändert sich 2010

Das ndert sich in 2010:Einkommenssteuer. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt von jhrlich 7834 Euro auf 8004 Euro fr Alleins

Das ndert sich in 2010:

Einkommenssteuer. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt von jhrlich 7834 Euro auf 8004 Euro fr Alleinstehende. Wer unter diesem Einkommen liegt, muss keine Steuern zahlen. Der erste Steuersatz fr Ledige mit 14 Prozent beginnt also bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen ab 8005 Euro.

Sozialversicherung. Die Hchstsumme, bei der Beitrge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung fllig werden, steigt um 100 Euro auf monatlich 5500 Euro im Westen und 4650 Euro im Osten. Besserverdiener mssen monatlich 18 Euro mehr einzahlen. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung wird die Bemessungsgrenze um 75 Euro auf 3750 Euro angehoben. Oberhalb dieser Grenzen werden keine Sozialabgaben auf das Einkommen fllig.

Rente. Wer 2010 in Rente geht, muss 60 Prozent seiner Bezge versteuern (abzglich der Freibetrge).

Krankenversicherung. Die Beitrge zur Kranken- und Pflegeversicherung knnen knftig voll von der Steuer abgesetzt werden bis zu einem Hchstbetrag von 1900 Euro im Jahr (Angestellte, Beamte, Rentner, Pensionre) bzw. 2800 Euro fr Selbststndige. Wer als Geringverdiener die Hchstgrenze nicht ausschpft, kann auch die Beitrge zur Arbeitslosen-, Haftpflicht-, Unfall- und Berufsunfhigkeits-Versicherung absetzen. Der Steuerabzug erfolgt bei gesetzlich Versicherten ab Januar automatisch bei der Lohnabrechnung. Privatversicherte mssen dem Arbeitgeber eine Bescheinigung ihrer Kasse vorlegen, Selbststndige dem Finanzamt. Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt zudem von 48600 Euro auf 49950 Euro pro Jahr. Wer drei Jahre lang oberhalb dieser Schwelle verdient, kann in die private Krankenversicherung wechseln.

Pflegeleistungen. Die monatlichen Leistungen fr Pflegebedrftige steigen: In Pflegestufe 1 von 420 auf 440 Euro, Stufe 2 von 980 auf 1040 Euro, Stufe 3 von 1470 auf 1510 Euro. Auch das Pflegegeld wird erhht: In Stufe 1 von 215 auf 225 Euro, in Stufe 2 von 420 auf 430 Euro und in Stufe 3 von 675 auf 685 Euro. Vollstationre Versorgung: In Stufe 3 steigt der Satz von 1470 auf 1510 Euro, bei Hrtefllen von 1750 auf 1825 Euro und in der Kurzzeitpflege von 1470 auf 1510 Euro.

Unterhalt. Die Unterhaltszahlungen fr Scheidungskinder steigen ab Januar im Schnitt um 13 Prozent. Die genauen Zahlen der ,Dsseldorfer Tabelle werden im Januar verffentlicht.

Kindergeld. Der jhrliche Kinderfreibetrag wird von 6024 auf 7008 Euro angehoben. Das monatliche Kindergeld wird um je 20 Euro erhht also auf 184 Euro fr das erste und zweite Kind, auf 190 Euro fr das dritte Kind und auf je 215 Euro fr das vierte sowie weitere Kinder.

Steuerklassenwahl. Die bei Ehegatten wegen hoher Abschlge unbeliebte Steuerklasse V wird entschrft. Ab 2010 gilt fr Doppelverdiener-Ehepaare ein freiwilliges ,Faktorverfahren. Ehepaare mit unterschiedlich hohem Einkommen knnen nicht nur die Kombination der Steuerklassen III und V whlen, sondern auch gemeinsam die neue Steuerklasse IV mit Faktor whlen. Vorteil dabei: Der Steuervorteil des Ehegattensplittings wird bei beiden Eheleuten schon bei der monatlichen Lohnauszahlung und nicht erst spter beim Steuerjahresausgleich bercksichtigt. Dadurch werden geringer verdienende Ehegatten nicht mehr so hoch belastet wie in der Steuerklasse V.

Kurzarbeitergeld. Als Reaktion auf die anhaltende Wirtschaftskrise kann das Kurzarbeitergeld auch im kommenden Jahr deutlich lnger als normalerweise blich ausgezahlt werden. Die gesetzliche Bezugsdauer ist per Sonderregelung von sechs auf 18 Monate ausgedehnt worden. Fr 2009 war die Frist wegen der Wirtschaftskrise auf 24 Monate verlngert worden.

Hotelbernachtungen. Ab 1. Januar 2010 gilt fr bernachtungen im Hotel- und Gaststttengewerbe der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent.

Strafzettel. Mit der Eintreibung nicht bezahlter Urlaubsstrafzettel wird es ab 1. Oktober ernst. Bugelder ber 70 Euro aus dem EU-Ausland werden dann auch in Deutschland vollstreckt. Bisher gilt die Regelung bereits mit sterreich.

Kfz-Untersuchung. Zum 1. Januar wird die Abgasuntersuchung (AU) zusammen mit der Hauptuntersuchung (HU) vorgenommen. Die sechseckige AU-Plakette auf dem vorderen Kennzeichen fllt weg.

Glhlampen. Am 1. September kommt das Aus fr einen weiteren Teil von Glhlampen: Ab diesem Datum drfen keine klaren Standardlampen ab 75 Watt mehr in den europischen Handel gebracht werden. Das Verbot betrifft auch einige energieeffiziente Halogenleuchten mit 75 Watt. Alte Lagerware drfen die Hndler ber den Stichtag hinaus noch verkaufen.

Stromtarife. Ab Ende 2010 sind die Versorgungsunternehmen verpflichtet, einen Tarif fr Strom anzubieten, der hilft, den Verbrauch zu reduzieren bzw. auf weniger ausgelastete Zeiten zu lenken: Ist die Netzauslastung niedrig, wird der Stromverbrauch billiger und umgekehrt. Kunden erhalten damit die Mglichkeit, ihren Konsum zu berdenken und einen Teil ihres Energieverbrauchs auf preisgnstigere Zeiten zu verlagern.

Fernsehen. Ab Januar wollen die privaten TV-Sender Sat1, Pro7, und Kabel 1 mit dem HDTV-Sendebetrieb starten. ARD und ZDF planen zu den Olympischen Spielen in Vancouver, hochauflsende Bilder zu senden. Ab Mitte Februar beginnen ARD und ZDF mit der unverschlsselten Ausstrahlung in HD-Qualitt ber das Astra-Satellitensystem.

Handygebhren im Ausland. Die Gebhren fr mobiles Telefonieren sollen in den EU-Lndern auch im nchsten Jahr weiter sinken: Am 1. Juli betrgt der Hchstpreis 39 Cent netto pro Minute (46 Cent brutto), ab Juli im Jahr darauf 35 Cent pro Minute (41 Cent brutto). Fr angenommene Anrufe auf dem Handy drfen dann maximal 15 Cent und ab 2011 maximal 11 Cent berechnet werden. Frs Surfen per Handy oder Laptop sinkt der Hchstbetrag auf 80 Cent und 2011 auf 50 Cent pro Megabyte jeweils zuzglich Mehrwertsteuer

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