Afrikanische Schweinepest: Waldeck-Frankenberg rüstet sich für den Ernstfall

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„Deutschland gehört mit zwei Millionen Tieren weltweit zu den Ländern mit der höchsten Wildschweindichte“, erläutert der Leiter des Fachdienstes Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen  Dr. Martin Rintelen.

„Um für einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bestmöglich gerüstet zu sein, bereiten wir uns sorgfältig auf den Ernstfall vor. Wildschweine bergen dabei ein hohes Übertragungsrisiko“, so Landwirtschaftsdezernent Friedrich Schäfer 

Waldeck-Frankenberg. Die Afrikanische Schweinepest (ASP), breitet sich in den Wildschweinbeständen der betroffenen Regionen in Osteuropa immer weiter aus (Polen, Baltikum, Moldawien, Rumänien und Tschechien). Auch Hausschweinebestände stecken sich dabei immer wieder an. Es wurden bereits Schutzzonen in Richtung Westeuropa eingerichtet, die die ASP möglichst aufhalten soll. Doch es ist eine besonders hochansteckende Tierseuche.

Zahlreiche Nicht-EU-Länder sind betroffen – unter anderem Weißrussland, die Russische Föderation, die Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbeidschan und verschiedene afrikanische Staaten. In Europa kommt die Afrikanische Schweinpest auch auf der italienischen Insel Sardinien vor. In Deutschland ist sie bisher noch nie aufgetreten.

Kein Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest vorhanden

Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Friedrich Schäfer: „Um aber für einen Ausbruch bestmöglich gerüstet zu sein, bereiten wir uns sorgfältig auf den Ernstfall vor. Wildschweine bergen dabei ein hohes Übertragungsrisiko.“

„Deutschland gehört mit zwei Millionen Tieren weltweit zu den Ländern mit der höchsten Wildschweindichte“, erläutert der Leiter des Fachdienstes Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen Dr. Martin Rintelen. „Daher kann eine engmaschige Überwachung der Wildschweinbestände durch die Jägerschaft das Ausbruchsrisiko der Seuche verhindern.“

Auch eine Einschleppung über illegal entsorgte Lebensmittel auf Rastplätzen an Autobahnen ist ein möglicher Übertragungsweg. So sollte die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, entsprechende Lebensmittel fachgerecht zu entsorgen.

Um im Fall eines Ausbruchs dieser Pest jedoch bestmöglich gerüstet zu sein, hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg die Experten zusammengerufen, die im Fall eines Ausbruchs in die Bekämpfung involviert sein würden.

Neben den Mitarbeitern des Fachdienstes Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen des Landkreises waren dies die Leiter der Fachdienste Landwirtschaft sowie Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz Karlfried Kukuck und Gerhard Biederbick und zum anderen die Geschäftsführer der Kreisbauernverbände Waldeck und Frankenberg Stephanie Wetekam und Matthias Eckel sowie Vertreter des Technischen Hilfswerks Korbach, der Kreisjägerschaften und der Fleischerinnung.

Auf die Jäger kommt es bei dieser Pest an

Im Ernstfall sei die Kommunikation zwischen den Behörden und Jägern besonders wichtig, betont Rintelen: „Denn die Jagdpächter, -verpächter, Jagdaufseher und Kreisjagdberater haben den besten Überblick über die Bestände des Schwarzwilds und über deren Vorkommen.“

Zudem muss die Jägerschaft – neben den gesetzlich vorgeschriebenen Probennahmen bei erlegten oder verendeten Wildschweinen – jeden noch so kleinen Verdacht auf eine Infektion von Wildschweinen mit dem Virus sofort dem Veterinäramt melden. „Dies ist unerlässlich, um im Ernstfall die Weiterverbreitung der Krankheit einzudämmen.“

Denn: ein Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest ist nicht verfügbar und wird auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen.

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