Zu viel Alkohol hinterm Steuer: Weitere LKW-Kontrollen durch die Polizei zeigen das Ausmaß

Ungewöhnlich viele LKW-Fahrer treten betrunken ihre Arbeit an, wie auch die neuen Kontrollen der Polizei belegen.

Diemelstadt/Twistetal - Mit einer weiteren großangelegten LKW-Kontrolle hat die Polizei ihren Einsatz gegen Alkohol am Steuer intensiviert. Nachdem am 27. Januar 2019 schon ungewöhnlich viele LKW-Fahrer betrunken ihre Arbeit aufnehmen wollten (siehe vorangegangenen Bericht), waren nun erneut rund 250 Polizisten zwischen 17 und 1.30 Uhr auf hessischen Autobahnen und Straßen unterwegs und führten Kontrollen durch.

Insgesamt 688 Fahrer konnten in der Nacht zum Montag von der Polizei auf ihre Fahrtüchtigkeit hin im fließenden und ruhenden Verkehr überprüft werden. Dabei sind 464 LKW-Fahrer aus dem fließenden Verkehr heraus kontrolliert worden. Bei drei von ihnen ergab sich der Verdacht auf den Einfluss von Drogen, bei drei weiteren der Verdacht auf den Einfluss von Alkohol.

Auf den Wetterauer Raststätten an der Autobahn 5 in Mittelhessen sowie am A44-Rastplatz bei Diemelstadt kontrollierte die Polizei auch LKW-Fahrer vor ihrem Fahrtantritt. Bei der präventiven Kontrolle stellten die nordhessischen Beamten einen LKW-Fahrer aus Bulgarien fest, bei dem der Atemalkoholtest 2,8 Promille anzeigte. Auf seinem LKW hatte er Gefahrgut als Stückgut geladen, welches er am heutigen Montagmorgen, gegen 10 Uhr in Korbach entladen wollte. Ihm wurde die Abfahrt untersagt.

Polizei kontrollierte Lkw-Fahrer auf Alkohol

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In Mittel-, Nord- und Südosthessen wurden auf den Rastplätzen vor dem möglichen Fahrtantritt 224 Lasterfahrer kontrolliert. Davon standen 59 unter Alkoholeinwirkung. 19 Fahrern musste die Weiterfahrt aufgrund der 0,5 Promille-Grenze untersagt werden. Auf den beiden Wetterauer Raststätten wurden etwa 130 Personen überprüft. 15 Fahrer standen dort unter dem Einfluss von Alkohol. Fünf der Fahrer hatten über 0,5 Promille. Sie durften nicht weiterfahren. Die Spitze dabei bildete ein bulgarischer Fahrer. Bei ihm zeigte das Messgerät einen Wert von 1,92 Promille. An seinem Laster kam auch die Parkkralle zum Einsatz.

Ein Fahrer musste sein Fahrzeug stehen lassen: Lkw-Kontrolle in Waldeck-Frankenberg

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Bei den Kontrollen aus dem fließenden Verkehr stellte sich ein bulgarischer LKW-Fahrer als trauriger Spitzenreiter heraus. 1,6 Promille zeigte der Atemalkoholtest bei seiner Kontrolle auf der Bundesstraße 252 bei Twiste an. Der Fahrer musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

In den letzten drei Jahren ereigneten sich in Hessen 382 Verkehrsunfälle, an denen alkoholisierte LKW-Fahrer beteiligt waren. Dabei kamen 4 Menschen ums Leben, 29 wurden schwer und 101 leicht verletzt.

Im Zuge der aktuellen Maßnahmen gegen Alkohol an Lkw-Steuern hat die hessische Polizei bereits am 27. Januar bei großangelegten Präventionsmaßnahmen rund 1.200 Fahrer vor deren Abfahrt kontrolliert: 190 Personen hatten unter Alkoholeinfluss gestanden, 79 Fahrern musste der Fahrtantritt untersagt werden.

Rubriklistenbild: © Foto: HessennewsTV

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