Alle Soldaten zurückgekehrt - Auftragswandel in der Burgwaldkaserne nach Afghanistan

Kerstin Vieregge MdB) lässt sich von einem Soldaten in sein Arbeitsgerät einweisen.
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Kerstin Vieregge MdB) lässt sich von einem Soldaten in sein Arbeitsgerät einweisen.

Am 29. Juni ist der letzte Frankenberger Soldat wohlbehalten aus Afghanistan zurückgekehrt.

Frankenberg. Der Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 EloKaBtl 932), Oberstleutnant Kai Alexander Hoberg, konnte am 1. Juli die Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge MdB) begrüßen, die auch Mitglied im Verteidigungsausschuss ist.

Die Abgeordnete hätte sich kaum bewegtere Zeiten für ihren Besuch aussuchen können. Denn dieser Tage wurde erstmalig nach fast sechs Jahrzehnten der Schichtbetrieb in den geheimen Sperrzonen der Burgwaldkaserne vorerst eingestellt. Mit dem Ende der zwanzigjährigen Präsenz der Bundeswehr in Afghanistan entfällt zunächst die Notwendigkeit zur permanenten Lageaufklärung. Das Bataillon aus Frankenberg hat die Aufklärung in diesem Nato-Einsatz von Beginn an aufgebaut, geprägt und bis zum Schluss mitgestaltet. Erst am 29. Juni war der letzte Frankenberger Soldat wohlbehalten aus Afghanistan zurückgekehrt; nur einen Tag bevor auch die letzten deutschen Soldaten aus Afghanistan ausgeflogen wurden.

Kerstin Vieregge und Oberstleutnant Hoberg gedachten aus diesem Anlass bei einer Schweigeminute am Gedenkstein den Gefallenen und Verwundeten dieses Einsatzes. Von den insgesamt 35 bei Anschlägen oder Gefechten in Afghanistan gefallenen Soldaten waren zwei seinerzeit in Frankenberg statio-niert. Sie sind 2003 bei einem Anschlag auf einen Bus in Kabul getötet worden. Viele weitere Frankenberger Soldaten wurde dabei teils schwer verletzt.

Bei einem Bataillonsappell würdigte der Kommandeur des EloKaBtl 932 die Arbeit der Frankenberger Soldaten und erinnerte daran, dass ohne die ständi-ge, hochprofessionelle und unermüdlich akribische Arbeit aller Angehörigen des Verbandes, ob nun vor Ort in Afghanistan oder aus der Burgwaldkaserne heraus, zweifellos deutlich mehr Soldaten der ISAF und später der Resolute Support Mission ihr Leben gelassen hätten. Frankenberger Aufklärung war stets auf den Schutz der Truppe fokussiert und hat Leben gerettet.

Vieregge informierte sich zudem über die bevorstehenden Aufträge und Her-ausforderungen, denen sich der Frankenberger Verband in der Zukunft gegenübersieht. Neben der Refokussierung auf die klassische Landes- und Bünd-nisverteidigung sei dies zuvorderst eine Einsatzverpflichtung im Niger, wo bereits sieben Soldaten unter dem Mandat der EU Training Mission Mali eingesetzt sind. Bei einer Fähigkeits- und Materialschau erklärten die Soldaten Frau Vieregge ihre Arbeitsgeräte und Aufgaben. Hierbei wurde die besondere Her-ausforderung des Elektronischen Kampfes deutlich, im Zuge fortschreitender Digitalisierung auf modernen Gefechtsfeldern stets technologisch Schritt halten zu können.

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