Im Alter arm: Wer heute weniger als 2.500 Euro in Vollzeit verdient

Altersarmut droht allen, die heute weniger als 2.500 Euro in Vollzeit verdienen, läge das Niveau der Rente heute schon bei 42 Prozent.

Waldeck-Frankenberg. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Region Nordhessen zeichnet ein düsteres Bild: Läge das Rentenniveau heute schon bei 42 Prozent, bekämen nur diejenigen eine gesetzliche Rente in Höhe der durchschnittlichen Grundsicherung, die mehr als 40 Jahre ein Bruttoeinkommen von heute mindestens 2.500 Euro haben.

13.115 Beschäftigte in Waldeck-Frankenberg, Auszubildende nicht mitgezählt, verdienen trotz Vollzeit weniger als 2.500 Euro im Monat, ihnen drohe die Altersarmut so der Gewerkschaftsbund. DGB-Kreisvorsitzender Gerhard Geitz: „Wir brauchen dringend einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Wenn sich nichts ändert, droht immer mehr Menschen Armut im Alter.“

Nach Berechnungen des DGB könnten im Landkreis über 13.000 Menschen im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein, wenn das Rentenniveau weiter sinkt. Da die Renten seit rund 15 Jahren geringer als die Löhne steigen, müssen Beschäftigte privat vorsorgen, um ihren Lebensstandard im Alter halten zu können. Da gibt es aber das nächste Problem.

DGB-Vorsitzender Geitz: „Die private Vorsorge ist gescheitert. Und die Menschen sind sauer, dass sie für ihre Arbeit am Lebensende immer weniger Rente bekommen. Nach der Wahl muss sich das endlich ändern und der Absturz der Renten gestoppt werden.“

Der DGB veranstaltet seine Demonstration „Deine Stimme für eine gute Rente“ bewusst kurz vor der Bundestagswahl und will mit vielen Wählern den Druck auf die Abgeordneten erhöhen. Mit mindestens vier Bussen werden Gewerkschaftsmitglieder aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg am 25. August an einer Demonstration in Kassel teilnehmen, kündigte der DGB an.

Rubriklistenbild: © Foto: Horn

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