Ansteckungsgefahr: Meningitis-Erkrankung eines Kita-Kindes in Rosenthal

Der Fall von einer Meningitis-Erkrankung (Hirnhautentzündung) eines Kindes aus einer Kita in Rosenthal hat sich bestätigt. Eltern wird geraten, ihre Kinder zu beobachten und bei grippeähnlichen Symptomen den Hausarzt aufzusuchen, so der Landkreis.

Waldeck-Frankenberg. Ein klinischer Verdacht einer Meningokokken-Meningitis-Erkrankung, also einer Hirnhautentzündung, bei einem Kindertagesstätten-Kind aus Rosenthal hat sich bestätigt.

Das haben heute Vormittag die mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse gezeigt. Es handelt sich dabei momentan aber um einen Einzelfall. Weitere Maßnahmen wie die Schließung der Kindertagesstätte sind momentan nicht erforderlich. In weiteren Untersuchungen wird derzeit versucht, den Serotyp – also den Bakterientyp – zu bestimmen. Diese Tests sind sehr aufwendig, sodass erst in einigen Wochen mit einem Ergebnis zu rechnen sein wird.

Eine entsprechende Impfempfehlung kann daher noch nicht gegeben werden. Auch der Ansteckungsweg ist bisher unbekannt. Vorsorglich sind bereits alle Kontaktpersonen des erkrankten Kindes – darunter auch die Kinder der Tagesstätte in Rosenthal – mit einer so genannten Chemoprophylaxe, also einer vorsorglichen Medikamentengabe – behandelt worden, um eine mögliche Verbreitung zu verhindern, meldet der Landkreis.

Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises rät weiterhin allen Personen, die engen Kontakt mit dem erkrankten Kind hatten und sich noch nicht prophylaktisch haben behandeln lassen, sich vorsichtshalber durch den Hausarzt beraten und möglicherweise behandeln zu lassen. Darüber hinaus wird allen Eltern grundsätzlich geraten, ihre Kinder zu beobachten und bei grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerz oder Erbrechen den Hausarzt aufzusuchen.

In einer Informationsveranstaltung des Fachdienstes Gesundheit und der Kindertagesstätte in Rosenthal wurden seit bekannt werden des Verdachtsfalles Anfang der Woche bereits alle Eltern entsprechend informiert und beraten.

Eine engmaschige Betreuung durch den Fachdienst Gesundheit des Kreises findet statt. So wurden neben der Kindertagesstätte sowie der Schule in Rosenthal auch die umliegenden Hausärzte über den bestätigten Meningitis-Fall informiert. Der letzte bestätigte Meningitis-Fall im Landkreis Waldeck-Frankenberg stammt aus dem Jahr 2013.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Vier Einbrüche in einer Nacht: Täter richten hohe Schäden in Bad Wildungen an

Nach und nach melden sich bei der Polizei weitere Geschädigte wegen Einbrüchen, die in der Nacht zum 26. März 2019 in Bad Wildungen stattfanden.
Vier Einbrüche in einer Nacht: Täter richten hohe Schäden in Bad Wildungen an

Evangelisches Gemeindehaus in Bad Wildungen war Ziel von Einbrechern

Ein Einbruch in das evangelische Gemeindehaus in Bad Wildungen beschäftigt die Polizei. Es ist nicht die einzige Tat in der Nacht und steht in Zusammenhang mit einem …
Evangelisches Gemeindehaus in Bad Wildungen war Ziel von Einbrechern

Einbrecher richten hohen Schaden in Bad Wildunger Bürogebäude an

Ein Bürogebäude in der Dr.-Born-Straße in Bad Wildungen ist aufgebrochen worden. Die Täter richteten dabei einen geschätzten Schaden von rund 8.000 Euro an.
Einbrecher richten hohen Schaden in Bad Wildunger Bürogebäude an

Baustellensicherung gestohlen: 30 Warnbaken und 10 Stellfüße verschwinden in Diemelstadt

Diebe haben insgesamt 30 Warnbaken und 10 dazugehörige Stellfüße von einer Baustellenabsicherung an einem Wirtschaftsweg zwischen Diemelstadt-Rhoden und …
Baustellensicherung gestohlen: 30 Warnbaken und 10 Stellfüße verschwinden in Diemelstadt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.