4.000 Euro Kopfprämie für Pflegekräfte aus dem Ausland 

Heimische Unternehmen der Gesundheitsbranche müssen eventuell tief in die Tasche greifen, wollen sie qualifiziertes Personal. Auch die Arbeitsagentur lässt immer öfter Pflegekräfte im Ausland rekrutieren.

Waldeck-Frankenberg. Heimische Unternehmen der Gesundheitsbranche müssen eventuell tief in die Tasche greifen, wollen sie qualifiziertes Personal. Gesundheits- und Krankenpfleger sind auf dem heimischen Arbeitsmarkt kaum zu finden, weiß die Agentur für Arbeit Korbach.

Diese große Sorge belaste die regionalen Unternehmen gleichermaßen. Darum hat die Arbeitsagentur 35 interessierten Branchenvertretern das „Triple Win“ Projekt nahegelegt. 4.000 Euro „Kopfprämie“ sind dabei für Fachkräfte im Gesundheitsbereich und deren Vermittlung üblich, wenn diese aus dem Ausland rekrutiert werden. Unter der Regie der Arbeitsagentur und der GmbH „Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“ werden aktuell Fachkräfte aus dem Ausland angeworben. In den vergangenen vier Jahren fanden demnach rund 1.200 Pflegekräfte aus Slowenien, Bosnien-Herzegowina und den Philippinen den Weg nach Deutschland, berichteten Alexandra Lewerth-Khumalo und Luise Müller von Triple Win.

Im europäischen Ausland und Asien wird rekrutiert

Sieben Rekrutierungsreisen nach den Philippinen, Serbien, Bosnien-Herzegowina waren 2016 vorgesehen, ab 2017 eventuell auch Tunesien. Die Ausbildung der ausländischen Pflegekräfte sei dabei hochwertig und gleiche oftmals einer Arztassistenz.

Mit 4.000 Euro Gebühr pro ausländischer Fachkraft plus deren Anreisekosten müssen Unternehmen rechnen, bei der Vermittlung. Auch greife das Projekt Triple Win erst, wenn mindestens drei Mitarbeiter aus dem Ausland eingestellt werden sollen.

Rubriklistenbild: © Foto: Andreas Raths

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