Arbeitslosenzahlen für Waldeck-Frankenberg: Quote verharrt bei 3,4 Prozent

Im Vergleich zum Juli gibt es nur minimale Schwankungen bei den Arbeitslosenzahlen im Landkreis. Der Stellenbestand geht hingegen zurück, ebenso wie neue Offerten.

Waldeck-Frankenberg - In Sommerlaune präsentiert sich der heimische Arbeitsmarkt auch im August. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 3,4 Prozent im Agenturbezirk Korbach und zeigt sich damit unverändert gegenüber dem Vormonat. Aktuell sind 2.953 Personen im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 3 weniger als im Vormonat und 119 weniger als im Vorjahresmonat.

Davon sind 1.404 Menschen ohne Arbeit im August in Korbach und Bad Wildungen registriert. Das sind 13 weniger als im Juli und 68 weniger als im August 2018. Die aktuelle Quote liegt auch hier bei 3,4 Prozent.

Die Geschäftsstelle Frankenberg meldet 833 Arbeitslose im Berichtsmonat. Das entspricht einem Zugang von 6 Personen gegenüber dem Vormonat und einem Abgang von 38 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit 2,9 Prozent bleibt die Quote unverändert im Vergleich zum Juli und 0,1 Prozentpunkte geringer als im August 2018.

716 Menschen ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst. Im Vergleich zu Juli sind das 4 mehr, im Vergleich zu August 2018 sind es 13 weniger. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt hier 4 Prozent.

Wie sich zeigt, sind die Arbeitslosenzahlen in den einzelnen Personengruppen nur minimal gestiegen oder gesunken im Vergleich zum Vormonat oder Vorjahresmonat. Dabei konnten jedoch die Älteren ab 55 Jahren gegenüber Juli weniger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre profitieren. Zum August 2018 ist die Arbeitslosigkeit von Frauen und unter 25-jährigen im Rechtskreis SGB III besonders stark gestiegen.

Ebenso hat die Langzeitarbeitslosigkeit binnen Monatsfrist zugenommen, kann aber im Jahresvergleich mit einem deutlichen Minus punkten. Der Stellenbestand bewegt sich nach wie vor auf einem hohen Niveau, obgleich er in den Vergleichszeiträumen teils deutlich zurückgegangen ist. Noch stärker ist das Monatsminus mit 22 Prozent bei neu gemeldeten Offerten.

„Die Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent stimmt aktuell zufrieden“, bilanziert Agenturchef Uwe Kemper und erklärt die fast unveränderte Arbeitslosenzahl auch damit, dass „in der Ferienzeit in den Personalabteilungen weniger passiert“. Nichtsdestotrotz sei in der zweiten Jahreshälfte mit einem moderaten Anstieg der Jobsuchenden auch im Agenturbezirk Korbach zu rechnen, weil sich die abflauende Konjunktur langsam auf den Arbeitsmarkt auswirken werde.

Nach wie vor die größte Herausforderung bleibe jedoch für die Arbeitsagentur, den Fachbedarf der heimischen Wirtschaft über passgenaue Vermittlung inklusive eventueller Qualifizierungsmaßnahmen decken zu helfen. Die weiterhin sinkende Zahl von sogenannten Helferstellen bedeute, noch mehr dafür zu werben, dass bislang ungelernte Kräfte sich für eine qualifizierte Ausbildungsmaßnahme öffnen. Dies sei von besonderer Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt, da die rasante Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsfelder das Angebot an Helferstellen voraussichtlich weiter sinken lassen werde.

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