Arbeitslosigkeit in Hessen steigt: Landkreis bleibt konstant

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Waldeck-Frankenberg entwickelt sich gegen den Trend. Während in Hessen mehr Arbeitslose registriert wurden, sind es hier weiterhin 4,6 Prozent.

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosigkeit in Hessen stieg im August weiter an. Gerade junge Menschen waren zum Stichtag noch auf der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz. In jedem Jahr sind die Sommermonate durch einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit gekennzeichnet. Erfahrungsgemäß entspannt sich die Situation mit Ausbildungs-, Schul- und Studienbeginn. Ab spätestens Oktober kann so wieder mit sinkender Jugendarbeitslosigkeit gerechnet werden.

Waldeck-Frankenberg entwickelt sich gegen den Trend

Mit den niedrigsten August-Werten seit 1998 meldet sich der aktuelle Arbeitsmarkt im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Die Arbeitslosenquote blieb hier konstant auf 4,6 Prozent. Vor allem Ältere hätten die positive Entwicklung nutzen können, berichtet die Arbeitsagentur. Die Arbeitslosigkeit der über 50-jährigen sank merklich gegenüber dem Vormonat.

Agenturchef Uwe Kemper mahnt aber dennoch: "Ausländische Mitbürger machen zurzeit 13,3 Prozent der Arbeitslosen aus, während es vor einem Jahr noch 11,4 Prozent waren. Die Problematik kann sich angesichts der wachsenden Zuwanderung noch verschärfen, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird."

3.961 Personen waren im August im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 15 weniger als im Vormonat. 1.870 Menschen ohne Arbeit waren im August in Korbach und Bad Wildungen registriert. Das sind 15 mehr als im Juli. 1.170 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. Das entspricht einem Abgang von 15 Personen gegenüber dem Vormonat. 921 Menschen ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst. Im Vergleich zu Juli sind das 15 weniger.

Arbeitskräftenachfrage in Waldeck-Frankenberg:

Im August wurden 387 offene Stellen von Unternehmen und öffentlichen Arbeitgebern der Arbeitsagentur neu gemeldet. Das sind ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der aktuelle Stellenbestand beträgt 1.070 Beschäftigungsmöglichkeiten. Das sind 1,7 Prozent mehr als vor einem Monat.

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