Mahnwache für Fukushima: Schnelleren Atomausstieg gefordert

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Atomkraft-Gegner hielten in Korbach eine Mahnwache zum sechsten Jahrestag der Atom-Katastrophe von Fukushima. Gefordert wurde auch ein schnellerer Atomausstieg für Deutschland.

Rund 50 Atomkraft-Gegner hielten in Korbach eine Mahnwache zum sechsten Jahrestag der Atom-Katastrophe von Fukushima. Gefordert wurde auch ein schnellerer Atomausstieg für Deutschland.

Korbach.  Dem Aufruf der Bürgerinitiative (BI) lebenswertes Korbach zu einer Anti-Atom Mahnwache folgten rund 50 Atomkraft-Gegner in die Korbacher Fußgängerzone. Anlass war der sechste Jahrestag der Atom-Katastrophe von Fukushima. BI-Sprecher Dr. Peter Koswig wies auf die dramatische Kostenentwicklung durch die Havarie der japanischen Atomkraftwerke hin.

„Der Super-GAU von Fukushima zeigt, dass die Kosten bei einem Unfall unkalkulierbar und immens hoch sind“, sagte Koswig. Nach einer aktuellen Berechnung des japanischen Wirtschaftsministeriums würden sich die Kosten auf etwa 180 Milliarden Euro summieren, so Koswig weiter. Diese Kosten beziehen sich nur auf materielle Schäden. Gesundheitskosten seien in der Rechnung nicht erfasst. Deutschen Atommeiler seien indes mit nur 2,5 Milliarden Euro versichert.

Ein schnelleres Abschalten der derzeit noch acht in Deutschland laufenden Atomkraftwerke sei angebracht. Die Demonstranten haben besonders die Reaktorblöcke im Atomkraftwerk (AKW) Gundremmingen bei Günzburg an der Donau im Blick. Die laufen derzeit als Siedewasserreaktoren vom gleichen Typ wie in Fukushima. Während Ende des Jahres ein Block abgeschaltet werden soll, sind noch vier Jahre beim anderen angedacht. Gleichzeitig informierte Dr. Koswig über die neu geplante Endlagersuche, die bislang viel Geld gekostet hat, aber noch kein geeigneter Ort gefunden wurde.

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