Was Sie auch zu Silvester wissen sollten

Um korrekt zu feiern, sollten die Hinweise und Ratschläge nicht einfach abgetan werden, dann bleibt nach der Party nur das Aufräumen in schlechter Erinnerung. Foto: HDI/ Sigrun Bilges
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Um korrekt zu feiern, sollten die Hinweise und Ratschläge nicht einfach abgetan werden, dann bleibt nach der Party nur das Aufräumen in schlechter Erinnerung. Foto: HDI/ Sigrun Bilges

Als Gastgeber trägt man Verantwortung für seine Gäste. Man muss sich um einen Betrunkenen kümmern, ihn wenn nötig, auch von der Heimfahrt abhalten.

Waldeck-Frankenberg. Bald ist es soweit - das Jahr ist zu Ende! Die Partygäste sind fest entschlossen, dass das nächste deutlich besser wird und die guten Vorsätze dieses Mal definitiv umgesetzt werden. Die aus dem letzten Jahr sind bereits über Bord geworfen, warum nicht dann auch die letzten Stunden partyreich und in Sünde abschließen. Damit jeder weiß, wie korrekt gefeiert wird, hier einige Ratschläge und Hinweise – auch aus der Sicht eines Versicherers.

Raclette, Fondue, Beisammensein in geselliger Runde - das neue Jahr wird oft gemeinsam mit Freunden begrüßt. Am Ende hat mancher Partygast allerdings zu tief ins Glas geschaut. Einer davon will sich nun mit dem Fahrrad auf den Weg nach Hause machen. So eine Fahrt ist gefährlich und birgt für den nicht mehr Nüchternen und mögliche Dritte Risiken. Was viele nicht wissen: Der Gastgeber ist hier in der Pflicht – der sogenannten Garantenpflicht. Der Garant ist eine Person, die aufgrund einer Rechtspflicht zum Eingreifen, also einem aktiven Handeln verpflichtet ist.Frank Manekeller, Schadenleiter bei der HDI Versicherung: "Wer Leute einlädt, trägt auch eine Verantwortung für sie. Ein Gastgeber muss sich zum Beispiel um einen Betrunkenen kümmern, ihn wenn nötig, auch von dessen Heimfahrt abhalten."Um dieser Pflicht Genüge zu tun, muss er einen Angehörigen benachrichtigen, der den Gast abholt, ein Taxi, oder im äußersten Fall die Polizei rufen. Wenn es bei der trotz Wissen des Gastgebers angetretenen, alkoholisierten Heimfahrt zu einem Schaden kommt, kann dieser für Schäden verantwortlich und haftbar gemacht werden. In diesem Fall springt in der Regel die Privat-Haftpflichtversicherung des Gastgebers ein. Selbstverständlich kann auch der nicht mehr nüchterne Radfahrer für die von ihm angerichteten Schäden belangt werden.

Auch Fußgänger können den Führerschein verlieren

Auch ein betrunkener Fußgänger ist eine Gefahr im Straßenverkehr, denn er kann möglicherweise Abstände und Situationen nicht mehr richtig einschätzen. Allerdings gibt es für Fußgänger keine durch die Rechtsprechung definierten Promillegrenzen. Die Entscheidung, den Heimweg zu Fuß anzutreten, hat übrigens nicht in jedem Fall zur Folge, dass der Führerschein sicher ist. In Einzelfällen kann einem stark alkoholisierten Fußgänger der Verlust der Fahrerlaubnis drohen - wenn sich die Annahme bestätigt, dass er alkoholabhängig und somit generell auch nicht in der Lage ist, führerscheinpflichtige Kraftfahrzeuge zu führen.Denn bei einem begründeten Verdacht kann auch bei einem Fußgänger eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) angeordnet werden.Wie auch bei Radfahrern ist für Drittschäden, die der Fußgänger verursacht, seine Privat-Haftpflichtversicherung zuständig. Die private Unfallversicherung kommt mit Einschränkungen für den eigenen Gesundheitsschaden auf.Wer also in der Silvesternacht nicht auf Alkohol verzichten möchte, macht alles richtig, wenn er frühzeitig ein Taxi für den Heimweg vorbestellt oder auf die Heimfahrt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel setzt.

"Knaller und Böller"

Grundschulkinder dürfen nur unter Aufsicht von Erwachsenen mit Kleinstfeuerwerk die "Silvester-Karriere" starten. Sprösslinge, die das 12. Lebensjahr erreicht haben, dürfen Feuerwerk der Gefahrenklasse 1 nutzen. Hierzu zählen beispielsweise Tischfeuerwerk, Knallbonbons und Knallerbsen oder gewisse Leuchtfontainen. Erst ab dem 18. Lebensjahr ist Feuerwerk der Klasse 2 (Kleinfeuerwerk) erlaubt. Feuerwerkskörper wie China-Böller, Raketen oder die sogenannten Sonnenräder fallen in diese Kategorie.Hier ist Vorsicht geboten! Bei falschem Umgang können schlimme Verletzungen passieren.Dies gilt besonders für "Blindgänger".Ein bei Kindern und Jugendlichen beliebter Zeitvertreib am Neujahrstag ist es, sich auf die Suche nach nicht gezündeten Feuerwerkskörpern zu begeben und sie nachträglich abzubrennen. Eltern sollten ihre Kinder auf die damit verbundenen Gefahren hinweisen und ihnen einen gesunden Respekt vor den "Neujahrsbotschaftern" vermitteln. Dazu Manekeller: "Die private Unfallversicherung zahlt, wenn sich der Versicherte durch einen Feuerwerkskörper verletzt und dabei einen dauerhaften Schaden erleidet."

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