Ausbau der Tierhaltung - Verbandspräsident Schmal sieht weiteren Bedarf

Heiko Kieweg, Fritz Schäfer, Martin Vollbracht, Friedrich Pohlmann, Karsten Schmal, Steffen Schmal, Jürgen Vollbracht, Armin Schwarz und Timo Hartmann wollen den Menschen „klarmachen, was Landwirtschaft heute ausmacht“.
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Heiko Kieweg, Fritz Schäfer, Martin Vollbracht, Friedrich Pohlmann, Karsten Schmal, Steffen Schmal, Jürgen Vollbracht, Armin Schwarz und Timo Hartmann wollen den Menschen „klarmachen, was Landwirtschaft heute ausmacht“.

Vertreter der Landwirtschaft betonten, dass die deutsche Rinderhaltung eine günstige CO2-Bilanz vorweise, wie sie die meisten Regionen in der Welt nicht erreichen.

Waldeck. Gerade ist in Berlin die Nachhaltigkeitsstrategie und ein möglicher Umbau für die Landwirtschaft skizziert worden, den künftige Bundesregierungen mit „Die Betriebe, sowohl biologisch als auch konventionell geführt, liefern zuverlässig Lebensmittel von höchster Qualität und pflegen unsere Kulturlandschaft. Wir sollten der gesamten Berufsgruppe deshalb höhere Wertschätzung entgegenbringen“, ist das Fazit von Bundestagskandidat Armin Schwarz CDU) nach einem Gespräch mit Vertretern der heimischen Landwirtschaft.

Bei einem Rundgang über den landwirtschaftlichen Betrieb des Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes, Karsten Schmal, im Waldecker Ortsteil Sachsenhausen sprach der Landtagsabgeordnete mit dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Waldeck, Heiko Kieweg, Kreislandwirt Martin Vollbracht und Friedrich Pohlmann, Vorsitzender des Kreisteils Eisenberg im Kreisbauernverband.

Die Vertreter der Landwirtschaft betonten dabei, dass die deutsche Rinderhaltung eine günstige CO2-Bilanz vorweise, wie sie die meisten Regionen in der Welt nicht erreichen. 0,08 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen entstünden in Deutschland. Die Futterpflanzen nehmen wiederum nehmen laut Kreislandwirten so viel Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf, wie die Rinder ausatmen. Auch die Klimabilanz pro Liter Milch und pro Kilo Fleisch sei in Deutschland deutlich besser als anderswo, wegen landwirtschaftlichen Betrieben, die regenerative Energien nutzen. Die Spitzenvertreter der heimischen Landwirte sehen im Anstieg der Weltbevölkerung aber auch einen weiteren Bedarf an tierischem Eiweiß. Die Tierhaltung in Deutschland müsse deshalb unbedingt erhalten und gegebenenfalls ausgebaut werden.

„Eine Verlagerung der Tierproduktion in andere Regionen der Welt schadet dem Klima“, unterstreicht Verbandspräsident Schmal. Kreislandwirt Martin Vollbracht sieht in den bürokratische Auflagen für die landwirtschaftlichen Betriebe eine große Belastung: „Gesetze und Auflagen der letzten Jahre von EU, Bund und Ländern überfordern zurzeit viele Betriebe deutlich und erschweren oft die Hofnachfolge. Nicht selten gingen deshalb Betriebe verloren. Heiko Kieweg fordert eine bessere Honorierung: „Die Betriebe sollen ökologische Leistungen erbringen. Dafür müssen sie dann auch entlohnt werden, denn wir stehen im Wettbewerb und müssen von unserer Arbeit unsere Familien ernähren können.“

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