Ausbau des ÖPNV durch Investitionen am Bahnhof Korbach schafft neue Arbeitsplätze

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Joachim Kuhn, Sprecher der Kurhessenbahn, erläuterte den Abgeordneten bei einer Baustellenbesichtigung die Pläne zum Umbau des Hauptbahnhofs und dem Neubau einer Triebwagenwerkstatt.  

Am Korbacher Hauptbahnhof werden insgesamt 12 Millionen Euro investiert. Die Kurhessenbahn investiert in die neue Triebwagenwerkstatt weitere 11 Millionen Euro. Sie soll in 2019 in Betrieb gehen, 23 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

Korbach - „Die Geschichte der Reaktivierung der Bahnstrecke Korbach-Frankenberg ist ein Beispiel dafür, wie Ausdauer, Hartnäckigkeit und der feste Glaube ein gewinnbringendes Ende nehmen kann“, findet Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, bei seinem Besuch in Korbach.

Das Land Hessen hatte für die Reaktivierung der Bahnstrecke rund 15 Millionen Euro bereitgestellt, weitere 6 Millionen Euro für den Umbau des Bahnhofes in Frankenberg. „Dass diese Reaktivierung nun Investitionen nach sich zieht, die den ÖPNV in Waldeck-Frankenberg weiter stärken, zeigt den Erfolg des Projekts“, freut Wagner.

Fotostrecke: Korbach investiert zum Hessentag Millionen in das Bahnhofsareal

Neuer ZOB für Korbach. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze
Neuer ZOB für Korbach. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Die Bedeutung Korbachs im öffentlichen Verkehrsnetz hat durch die abgeschlossene Reaktivierung der Bahnstrecke Richtung Frankenberg zugenommen. Die Kreisstadt ist nun ein Verkehrsknotenpunkt im ÖPNV. Doch alle drei Bahnsteigkanten sind aus Richtung Innenstadt nicht barrierefrei erschlossen. Foto: ma
Die Bedeutung Korbachs im öffentlichen Verkehrsnetz hat durch die abgeschlossene Reaktivierung der Bahnstrecke Richtung Frankenberg zugenommen. Die Kreisstadt ist nun ein Verkehrsknotenpunkt im ÖPNV. Doch alle drei Bahnsteigkanten sind aus Richtung Innenstadt nicht barrierefrei erschlossen. Foto: ma © 
Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) bleibt an der bisherigen Stelle auf der „Rückseite“ des Bahnhofs, wird grundsätzlich neu organisiert mit dem Ziel, ihn übersichtlicher, benutzungsfreundlicher, barrierefrei und städtebaulich ansprechender zu gestalten. Die Qualität soll gesteigert werden.
Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) bleibt an der bisherigen Stelle auf der „Rückseite“ des Bahnhofs, wird grundsätzlich neu organisiert mit dem Ziel, ihn übersichtlicher, benutzungsfreundlicher, barrierefrei und städtebaulich ansprechender zu gestalten. Die Qualität soll gesteigert werden. © 
Auf der Nordseite bzw. Rückseite des Bahnhofs, liegt der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB). Dieser weist bisher neun Busabfahrtpositionen auf. Die Gesamtanlage wirkt heute lieblos und ist nicht einladend. Foto: ma
Auf der Nordseite bzw. Rückseite des Bahnhofs, liegt der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB). Dieser weist bisher neun Busabfahrtpositionen auf. Die Gesamtanlage wirkt heute lieblos und ist nicht einladend. Foto: ma © 
Der neue ZOB: Für den Überlandverkehr ist ein Bedarf von vier Bushaltepositionen für 12 Meter Busse durch den NVV ermittelt worden. Als übersichtliche, benutzungsfreundliche und ansprechende Anlage soll im Zentrum der vorhandenen Anlage eine Insel angeordnet werdwn, die vier Anfahrtspositionen erhält. Sie bietet Bussen aller Größen Platz. Die Insel wird überdacht mit einer zentralen Öffnung über den Hochbeeten. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Der neue ZOB: Für den Überlandverkehr ist ein Bedarf von vier Bushaltepositionen für 12 Meter Busse durch den NVV ermittelt worden. Als übersichtliche, benutzungsfreundliche und ansprechende Anlage soll im Zentrum der vorhandenen Anlage eine Insel angeordnet werdwn, die vier Anfahrtspositionen erhält. Sie bietet Bussen aller Größen Platz. Die Insel wird überdacht mit einer zentralen Öffnung über den Hochbeeten. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Die heutigen Halteplätze werden durch eine Insel ersetzt. Foto: ma
Die heutigen Halteplätze werden durch eine Insel ersetzt. Foto: ma © 
Die zentrale Halteinsel. Taxihalteplätze am DRK-Gebäude und rechts das geplante Servicegebäude. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Die zentrale Halteinsel. Taxihalteplätze am DRK-Gebäude und rechts das geplante Servicegebäude. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Zwischen den Bäumen finden künftig Busse Dauerparkplätze am ZOB. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Zwischen den Bäumen finden künftig Busse Dauerparkplätze am ZOB. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Die Zufahrt zum ZOB aktuell. Foto: ma
Die Zufahrt zum ZOB aktuell. Foto: ma © 
Die Zufahrt zum ZOB mit neuem Servicegebäude. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze
Die Zufahrt zum ZOB mit neuem Servicegebäude. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Die Parkplätze an der Arolser Landstraße bleiben in ihrer Anzahl erhalten. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Die Parkplätze an der Arolser Landstraße bleiben in ihrer Anzahl erhalten. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Der Bahnhofsbereich soll an die Fußgängerzone zeitgemäß und barrierefrei angebunden werden. Die Straße „Am Hauptbahnhof“ wird neu gestaltet. Bordsteine abgesenkt. Ein breiterer Zebrastreifen sowie mehr Vorrang für Fußgänger sind angedacht. Foto: ma
Der Bahnhofsbereich soll an die Fußgängerzone zeitgemäß und barrierefrei angebunden werden. Die Straße „Am Hauptbahnhof“ wird neu gestaltet. Bordsteine abgesenkt. Ein breiterer Zebrastreifen sowie mehr Vorrang für Fußgänger sind angedacht. Foto: ma © 
Der Bahnhofsbereich soll an die Fußgängerzone zeitgemäß und barrierefrei angebunden werden. Die Straße „Am Hauptbahnhof“ wird neu gestaltet. Bordsteine abgesenkt. Ein breiterer Zebrastreifen sowie mehr Vorrang für Fußgänger sind angedacht. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Der Bahnhofsbereich soll an die Fußgängerzone zeitgemäß und barrierefrei angebunden werden. Die Straße „Am Hauptbahnhof“ wird neu gestaltet. Bordsteine abgesenkt. Ein breiterer Zebrastreifen sowie mehr Vorrang für Fußgänger sind angedacht. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Der Stadtbus könnte künftig vor dem ehemaligen bahnhofsgebäude halten. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Der Stadtbus könnte künftig vor dem ehemaligen bahnhofsgebäude halten. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Das Bahnhofsgebäude wird aktuell von einem privaten Investor zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgestaltet. Erste Briefkästen hängen bereits. Der bestehende Tunnel im ehemaligen Bahnhofsgebäude wird stillgelegt. Foto: ma
Das Bahnhofsgebäude wird aktuell von einem privaten Investor zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgestaltet. Erste Briefkästen hängen bereits. Der bestehende Tunnel im ehemaligen Bahnhofsgebäude wird stillgelegt. Foto: ma © 
So soll der neue Zugang zum Bahnhof in Korbach aussehen. Das Gebäude neben dem Tunneleingang unten ist ein Fahrradsammelstelle, die gesichert und nur Nutzern den Zugang ermöglicht. An Aufladung für E.Bikes ist ebenfalls gedacht. In der Tunnelmitte gibt es einen Teppenaufgang und einen Aufzug sowie ein großes Oberlicht. Auf der Nordseite zwischen ZOB und Rampe soll ein Servicegebäude entstehen, Tourismusinformation, Fahrkartenservice, Bistro, Aufenthalt und WC-Anlage. Dieses Gebäude ist als eingeschossiger Flachbau, dessen Dach sich in den Bereich des Kombi-Bahnsteigs erstreckt. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze
So soll der neue Zugang zum Bahnhof in Korbach aussehen. Das Gebäude neben dem Tunneleingang unten ist ein Fahrradsammelstelle, die gesichert und nur Nutzern den Zugang ermöglicht. An Aufladung für E.Bikes ist ebenfalls gedacht. In der Tunnelmitte gibt es einen Teppenaufgang und einen Aufzug sowie ein großes Oberlicht. Auf der Nordseite zwischen ZOB und Rampe soll ein Servicegebäude entstehen, Tourismusinformation, Fahrkartenservice, Bistro, Aufenthalt und WC-Anlage. Dieses Gebäude ist als eingeschossiger Flachbau, dessen Dach sich in den Bereich des Kombi-Bahnsteigs erstreckt. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Das Platz Am Bahnhof aktuell. Foto: ma
Das Platz Am Bahnhof aktuell. Foto: ma © 
Der neue Platz „Am Hauptbahnhof“. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Der neue Platz „Am Hauptbahnhof“. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Die Zeiten des engen und dunklen Tunnels haben bald ein Ende. Foto: ma
Die Zeiten des engen und dunklen Tunnels haben bald ein Ende. Foto: ma © 
Der Tunnel in Verlängerung der Fußgängerzone wird vergrößert. Bisher ist er 3 m breit und 2,30 m hoch. Künftig bildet der Eingang des ehemaligen Gepäcktunnels den erweiterten Zugang. Der Tunnel wird künftig 6 m breit und 2,70 m hoch sein.
Der Tunnel in Verlängerung der Fußgängerzone wird vergrößert. Bisher ist er 3 m breit und 2,30 m hoch. Künftig bildet der Eingang des ehemaligen Gepäcktunnels den erweiterten Zugang. Der Tunnel wird künftig 6 m breit und 2,70 m hoch sein. © 
Eine Treppenanlage und ein Aufzug als vertikale Erschließung des Mittelbahnsteigs ist im Tunnen vorgesehen. Ein weiterer Aufzug ist am Tunnelende Richtung ZOB angedacht. Beide Aufzügen bieten auch Fahrrädern Platz. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze
Eine Treppenanlage und ein Aufzug als vertikale Erschließung des Mittelbahnsteigs ist im Tunnen vorgesehen. Ein weiterer Aufzug ist am Tunnelende Richtung ZOB angedacht. Beide Aufzügen bieten auch Fahrrädern Platz. Grafik: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Die an den Tunnel anschließende Rampe ist in einem bereich durch Treppenstufen unterbrochen und weist in Teilbereichen eine größere Steigung als 6 Prozent auf, ist also nicht behindertengerecht. Foto: ma
Die an den Tunnel anschließende Rampe ist in einem bereich durch Treppenstufen unterbrochen und weist in Teilbereichen eine größere Steigung als 6 Prozent auf, ist also nicht behindertengerecht. Foto: ma © 
Auf der Nordost-Seite jenseits des Tunnels soll die vorhandene Rampenanlage neu aufgebaut werden, den ZOB und Teile des Stadtgebietes östlich der Innenstadt über Rampen und kurze Treppenabschnitte erschließen. Fußgänger müssen während der Bauphase Umwege in Kauf nehmen. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze
Auf der Nordost-Seite jenseits des Tunnels soll die vorhandene Rampenanlage neu aufgebaut werden, den ZOB und Teile des Stadtgebietes östlich der Innenstadt über Rampen und kurze Treppenabschnitte erschließen. Fußgänger müssen während der Bauphase Umwege in Kauf nehmen. Plan: Generalplaner/Bockermann Fritze © 
Für Nutzerinnen und Nutzer des ZOB befindet sich unmittelbar hinter dem Tunnelausgang eine Treppen- oder Rampenanlage, die oberseitig in einen Verteilerbereich mündet. Foto: ma
Für Nutzerinnen und Nutzer des ZOB befindet sich unmittelbar hinter dem Tunnelausgang eine Treppen- oder Rampenanlage, die oberseitig in einen Verteilerbereich mündet. Foto: ma © 
Eine Treppenanlage und ein Aufzug als vertikale Erschließung des Mittelbahnsteigs ist im Tunnel vorgesehen. Ein weiterer Aufzug ist am Tunnelende Richtung ZOB angedacht. Beide Aufzügen bieten auch Fahrrädern Platz. Foto: ma
Eine Treppenanlage und ein Aufzug als vertikale Erschließung des Mittelbahnsteigs ist im Tunnel vorgesehen. Ein weiterer Aufzug ist am Tunnelende Richtung ZOB angedacht. Beide Aufzügen bieten auch Fahrrädern Platz. Foto: ma © 
Barrieren wird es am neuen Tunnel nicht mehr geben. Foto: ma
Barrieren wird es am neuen Tunnel nicht mehr geben. Foto: ma © 
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Gemeinsam mit Jürgen Frömmrich und Daniel May informierte er sich über die Investitionen am Korbacher Hauptbahnhof. Joachim Kuhn, Sprecher der Kurhessenbahn, erläuterte den Abgeordneten bei einer Baustellenbesichtigung die Pläne zum Umbau des Hauptbahnhofs und dem Neubau einer Triebwagenwerkstatt.

„Ohne eine direkte Bahnanbindung an Frankfurt, Marburg, Gießen wäre der Hessentag in Korbach kaum denkbar gewesen“, unterstreicht Daniel May. Am Korbacher Hauptbahnhof werden insgesamt 12 Millionen Euro investiert. Die Kurhessenbahn investiert in die neue Triebwagenwerkstatt weitere 11 Millionen Euro. Sie soll in 2019 in Betrieb gehen, 23 Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

„Wenn man überlegt, dass wir Ende der 90er Jahre fast gänzlich von der Bahn abgehängt waren, hat sich eine erstaunliche Entwicklung ergeben. Dabei hat sich gezeigt, dass die Kurhessenbahn als regionaler Partner besser auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen kann als der große Bahnkonzern“, so Jürgen Frömmrich.

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