Für Autogramme geht er ungewöhnliche Wege

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Einige Werke von Hajo Krüger, die er an die Promis verschickt hat.

Hajo Krüger hat seine ganz eigene Methode, um an Autogramme zu kommen. Der Portraitzeichner hat mit seiner einmaligen Methode bereits Unterschriften von Michael Jackson, Madonna und Bill Clinton bekommen.

Waldeck/Berlin. Hans Joachim (Hajo) Krüger ist fanatisch im besten Sinne. Er jagt die Promis seit Jahrzehnten, aber auf die charmante Art. Doch es wird mittlerweile immer schwieriger.

Seit 1970 versucht er von Prominenten aus Film- und Musikbranche sowie Politik Unterschriften zu bekommen. Als Koch in einem namhaften Berliner Hotel sind ihm schon viele bekannte Gesichter begegnet. Doch er reist ihnen auch hinterher oder versucht ein Treffen zu arrangieren. Doch die pure Jagd nach Autogrammen ist nicht sein Ding. Er ist Portraitzeichner und arbeitet im Zweitberuf als freier Künstler.

Wenn er von einem Prominenten eine Signatur für ein vom ihm angefertigtes Portrait oder eine Karikatur haben möchte, dann bekommt der Star eine Version geschenkt. Das ist nicht nur ein einfaches Bild. Hajo Krüger lässt für Musikgrößen auch Schallplatten mit seinen Zeichnungen versehen. Die werden auch gerahmt und dem Star wenn möglich persönlich übergeben. Mit dem persönlich klappt es aber nicht immer. Manchmal ist auch der Weg zu weit. „Nicht jeder ist schließlich gerade in Berlin“, so Krüger.

Doch bis an die Präsidentensuite von Bill Clinton ist er herangekommen und hat mit Erlaubnis der Sicherheitschefs sein Portrait auch signiert zurückbekommen. Bei Michael Jackson stand er 2004 samt gestalteter Schallplatte gerade vor der Zimmertür und sprach mit der Security, als der King of Pop sein Kind aus dem Fenster hielt und „anschließend die Hölle losbrach“. Aber auch Jackson war von der Kunst begeistert und nahm das Portrait mit in die USA. Per Post und signiert kam es dann einige Monate später zurück.

Bei Madonna versuchte es Krüger während eines Konzerts in Berlin. Im Gespräch mit dem Bodyguard wollte dieser sieben Flaschen Whisky, um der Sängerin das angefertigte Portrait zu übergeben. Kurzerhand eilte Krüger in den nächstgelegenen Getränkemarkt, kaufte kistenweise Whisky und drückte diese dem Bodyguard in die Hand. Doch dann verging erst einmal Zeit. Es wurde immer später. „Ich habe schon gedacht, der trinkt die Flaschen aus und mein Bild sehe ich nie wieder.“ Doch das lange Warten lohnte sich, auch Madonna unterzeichnete. So wie diese hat er viele Geschichten zu erzählen und tut dies bei seinen Ausstellungen.

Genau 2.888 Prominente hat er mittlerweile gezeichnet. Darunter auch viele deutsche Filmgrößen. Leonardo Di Caprio wäre noch ein Highlight sagt er. Doch heutzutage gehen Sterne so schnell auf wie noch nie. „Das macht es nicht einfach“, aber es bleibt meine große Leidenschaft. Zuletzt waren seine Portraits in Waldeck, am Edersee und in Netze zu sehen. Hajo Krüger kommt immer wieder gerne in den Landkreis, der in landschaftlich reizt und wo er Freunde hat. Ein große Auswahl seiner Werke zeigt Krüger auch auf www.hajo-krueger-collection.com.

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