Märchenhafte Entwicklung im Schneewittchendorf

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Das Gebäude an der Naturbühne ist vielseitig nutzbar. 

Mittels Geldern aus LEADER hat Bergfreiheit ein neues Gebäude an der Naturbühne gebaut und das Schneewittchen-Haus konzeptionell umgestaltet.

Bad Wildungen. Als Schneewittchen-Dorf ist Bergfreiheit weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt. Daher hat sich der Ort in den vergangenen Jahren durch verschiedene Einrichtungen entsprechend aufgestellt und pflegt sein Image.

Am Waldrand, oberhalb des Ortes befindet sich die Naturbühne, auf der regelmäßige Aufführungen verschiedener Märchen stattfinden. Der Bau wurde vor einigen Jahren unter anderem mit Geldern aus LEADER – einem Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden – finanziert. Nun wurde die Naturbühne erweitert durch ein Gebäude, das ebenfalls durch LEADER gefördert wurde. „Wichtige Projekte in der Kellerwaldregion gilt es zu unterstützen. Nur so können wir Tourismus fördern und Landflucht entgegentreten“, sagte Irmhild Weber vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises.

„So ein Projekt bringt auch den Ort zusammen“, stimmte Lisa Küpper von der Region Kellerwald-Edersee zu. Das Gebäude dient als Lagerraum für Stühle und Ausstattung der Naturbühne, als Probenraum für die Schauspielgruppe sowie als Verkaufs- und Aufenthaltsraum während der Vorstellungen. Außerdem befinden sich darin barrierefreie Toiletten.

„Wir freuen uns, dass wir das Gebäude nun nutzen können. Bisher musste das Equipment im Ort verteilt gelagert werden. Wir sprechen hier neben der Bühnenausstattung und den Kostümen vor allem von den Stühlen und Bänken für 500 Personen“, sagten die die Verantwortlichen. Auch Bürgermeister Volker Zimmermann zog ein positives Fazit. „Nachdem sich Verhandlungen und Beschlüsse zum Bau doch ziemlich in die Länge gezogen haben, ging der Bau schnell voran und wurde fristgerecht fertiggestellt“, sagte er. „Da muss man auch den ehrenamtlichen Helfern und den Baufirmen ein großes Kompliment machen. Die Zusammenarbeit zwischen ihnen hat super funktioniert“, so Ortsvorsteher Stefan Dehnert. Insgesamt haben die Baumaßnahmen rund 105.000 Euro gekostet, wovon 66.000 Euro aus dem LEADER-Topf stammen.

Mit der Neugestaltung zufrieden: Gisela Körtel, Ortsvorsteher Stefan Dehnert, Eckhard Sander, Karin Wilke, Lisa Küpper, Manfred Wilke, Reckhard Pfeil, Irmhild Weber, Kreativdesigner Dieter Jung, Bürgermeister Volker Zimmermann und Ute Kühlewind im Schneewittchenhaus.

Auch im Schneewittchenhaus wurde investiert. Die konzeptionelle Neugestaltung der seit 2000 bestehenden Einrichtung hat rund 24.000 Euro gekostet, von denen rund 15.000 Euro aus Fördergeldern stammen. Die Umgestaltung sei vor allem deshalb notwendig gewesen, um den Erwartungen der Besucher gerecht zu werden. Insbesondere die Vermarktung über die Deutsche Märchenstraße mache sich hinsichtlich der Besucherzahlen bemerkbar. „Wir möchten immer mehr Gäste gewinnen und wenn es die Besucherzahlen zulassen, wollen wir auch in Zukunft über das gesamte Jahr geöffnet haben. Die Touristen kommen nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland“, sagte Ute Kühlewind von der Stadt Bad Wildungen.

Der Innenraum des Schneewittchenhauses wurde mittels vieler Details dem Thema entsprechend gestaltet und bietet nun neben den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss auch Lese-, Spiel- und Erlebnisräume im ersten Stock. In dem ehemaligen Bergarbeiter-Wohnhaus wird neben dem Märchenthema auch auf die Bergarbeitertradition Bergfreiheits eingegangen. Im Außenbereich machen neue Schilder und Dekorationen auf das Haus aufmerksam. Für die Gestaltung wurde ein Kreativ- und Designunternehmen engagiert.

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