Bestand dramatisch eingebrochen

Männchen der Geburtshelferkröte mit Eischnüren. Foto: Harald Nicolay
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Männchen der Geburtshelferkröte mit Eischnüren. Foto: Harald Nicolay

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis lässt derzeit untersuchen, wie es um die Geburtshelferkröten bestellt ist.

Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis lässt derzeit untersuchen, wie es um die Geburtshelferkröten bestellt ist. Früher seien die Geburtshelferkröte (auch als Glockenfrösche bekannt) in Waldeck-Frankenberg weit verbreitet gewesen. Nach den Pestizideinsätzen sowie der Zerschneidung und Veränderung der Landschaft in der Vergangenheit sollen die Bestände der kaum fünf Zentimeter langen Lurche in den letzten Jahren dramatisch eingebrochen sein.

Die bisherigen Ergebnisse der Kartierungen sind ernüchternd. Mehrere Vorkommen sind in den letzten Jahren erloschen. Daher wurden bereits vor Abschluss der Erfassungsarbeiten erste Maßnahmen zur Förderung umgesetzt. Anfang April 2014 wurden im Grauwacke-Steinbruch der Firma Mütze in Dainrode zusätzliche Laichgewässer für die dortige Reliktpopulation angelegt (siehe Foto). Am kommenden Freitag wird sich der Erste Kreisbeigeordnete Deutschendorf einen persönlichen Überblick über den Projektstand verschaffen und auch die vom Firmenchef Ulrich Mütze kostenlos angelegten Laichgewässer inspizieren.

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Namensgebend für die Geburtshelferkröte ist die kuriose Fortpflanzung der Spezies. In einer speziellen Form der Brutpflege übernehmen die Männchen die Eier von den Weibchen. Sie tragen die Eier um die Hinterbeine geschlungen einige Wochen herum (siehe Foto). Kurz bevor die Larven oder Kaulquappen aus den Eiern schlüpfen, begeben sich die Lurchväter an ein geeignetes Gewässer und entlassen die Larven direkt ins Wasser. Hier absolvieren die Tiere einen weiteren Entwicklungsabschnitt, bevor sie nach der Metamorphose (Umwandlung) das Gewässer für ein Leben an Land verlassen.

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