Wilke Wurst Skandal: Aus den Reihen der SPD wird der Rücktritt des zuständigen Dezernenten gefordert

Aus den Reihen der SPD wird im Zusammenhang mit dem Wurstwaren-Skandal in Waldeck-Frankenberg der Rücktritt des Kreisbeigeordneten Fritz Schäfer und die Freistellung des Leiters der Lebensmittelüberwachung Dr. Martin Rintelens gefordert.

Korbach - Christoph Vogel (Korbach), der stellvertretende Vorsitzender der Waldeck-Frankenberger Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im SPD-Unterbezirk Waldeck-Frankenberg hat einen Leserbrief verfasst, den die AfA nach einer Onlineveröffentlichung auch über ihren Social media Auftritt weiter verbreitet.

Unter der Überschrift „Wilke-Skandal: Forderung nach Rücktritt Fritz Schäfers und Freistellung Dr. Martin Rintelens“ kritisiert Vogel eine „folgenschwere Fehlabwägung kommunalpolitischer Interessen gegenüber denen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“.

„Bei einem Skandal dieser Größenordnung muss man sich die Frage der politischen Verantwortung stellen. Den Bundesministern entsprechen sozusagen auf Kreisebene die Dezernenten. Zuständiger Dezernent für Direktvermarktung und Verbraucherschutz ist der amtierende Kreislandwirt Fritz Schäfer (CDU). Er verhielt sich im vorliegenden Fall bisher eher bedeckt, obwohl sein Verantwortungsbereich unmittelbar betroffenen ist.“

„Vom zuständigen Amtsleiter für Lebensmittelüberwachung Dr. Martin Rintelen wird man keine unabhängige und zweckmäßige Aufklärung der Unregelmäßigkeiten erwarten können, deshalb ist zumindest eine unverzügliche Freistellung erforderlich. Dass die Taskforce des Landes laut Berichterstattung erst nach Ermittlung des Kausalzusammenhanges mit den Todesfällen durch eine Bundesoberbehörde eingebunden wurde, erscheint als grobe Pflichtverletzung.“

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Rubriklistenbild: © Foto: Uwe Zucchi/dpa

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