Blauzungenkrankheit: Sperrgebiet umfasst mehr als die Hälfte Hessens

Das wegen der Blauzungenkrankheit eingerichtete Sperrgebiet umfasst inzwischen mehr als die Hälfte Hessens. Auch der südliche Teil Waldeck-Frankenbergs ist betroffen.

Waldeck-Frankeberg - Mit dem jüngsten Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz ist die Seuche wieder ein Stück näher an hessisches Landesgebiet herangerückt. Das um den Ausbruchsbetrieb einzurichtende Sperrgebiet mit einem Radius von mindestens 150 Kilometern umfasst nun mehr als die Hälfte der Fläche des Bundeslandes. Nahezu vollständig im Sperrgebiet liegen die Kreise in Süd- und Mittelhessen. In Nordhessen sind einzelne Gemeinden in den südlichen bzw. westlichen Regionen der Landkreise Waldeck-Frankenberg, Fulda und des Schwalm-Eder-Kreises von Sperrmaßnahmen betroffen.

Mit dem jüngsten Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz ist die Seuche wieder ein Stück näher an hessisches Landesgebiet herangerückt. Das um den Ausbruchsbetrieb einzurichtende Sperrgebiet umfasst nun mehr als die Hälfte der Fläche des Bundeslandes.

Wiederkäuer anmelden

Insbesondere der Handel von Wiederkäuern, wie Rinder, Schafe und Ziegen aus dem Sperrgebiet in von Blauzungenkrankheit freie Gebiete ist durch EU-Vorgaben streng geregelt. Wiederkäuer, die nicht wirksam gegen das Virus der Blauzungenkrankheit geimpft sind, dürfen nur innerhalb des Sperrgebiets verbracht werden. Außerdem müssen alle Tierhalter im Sperrgebiet, die Wiederkäuer, wie Rinder, Schafe oder Ziegen halten, sofern dies noch nicht vorgenommen wurde, die Haltung bei der zuständigen Veterinärbehörde anmelden. Die Ämter für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten erteilen Auskünfte über die Ausdehnung des Restriktionsgebiets, die darin geltenden Vorgaben und Ausnahmeregelungen.

Die durch Stechmücken übertragene Tierseuche breitet sich somit auch während der kalten Jahreszeit weiter aus. Landwirtschaftsministern Priska Hinz appelliert daher insbesondere an alle Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter, ihre Tiere gegen BTV-8 als auch gegen das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 (BTV-4), das in den letzten Jahren in den Nachbarländern ebenfalls nachgewiesen wurde, impfen zu lassen, damit sich das Seuchengeschehen nicht noch stärker verbreitet.

Rubriklistenbild: © Foto: MEV

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