Blühflächen für den Artenschutz: NABU appelliert an Landwirte

Das Foto zeigt zwei Stieglitze an einer ausgeblühten Sonnenblume.
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Das Foto zeigt zwei Stieglitze an einer ausgeblühten Sonnenblume.

Insekten, Kleinlebewesen und Vögel finden Nahrung und Schutz in den Blühflächen. NABU-Kreisvorsitzender Heinz-Günther Schneider fordert sensibles Handeln der Landwirte.

Waldeck-Frankenberg - Auf die Bedeutung von Blühflächen für die Erhaltung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft hat der Naturschutzbund (NABU) Waldeck-Frankenberg hingewiesen. Sie seien eine überlebensnotwendige Nahrungsquelle für Insekten, aber auch viele Vogelarten, betonte der Kreisvorsitzende Heinz-Günther Schneider.

Der NABU erkenne die Bemühungen der Landwirte an, Blühstreifen und Blühflächen anzulegen. Zurzeit seien die blühenden Sonnenblumen auch eine optische Aufwertung der Landschaft. Schneider appellierte an die Landwirte, die Flächen nicht unmittelbar nach der Blüte zu mulchen, wie das leider in einigen Fällen geschehen sei. Das vernichte wertvolle Nahrungsquellen insbesondere für Finkenvögel, die in ausgeräumter Landschaft kaum noch Pflanzensamen fänden.

Schneider verwies dazu auf ein vorbildliches Beispiel aus der Gemarkung Mengeringhausen im Jahr 2018, das in einem Beitrag der diesjährigen Ausgabe der Vogelkundlichen Hefte vorgestellt wird. Auf der großen Blühfläche eines Landwirts aus Helsen hat Naturfotograf Dieter Bark deren Bedeutung für Insekten, Vögel, aber auch Säugetiere dokumentiert.

So hat er zum Beispiel dort maximal etwa 100 Grünfinken und 300 Stieglitze an den verblühten Sonnenblumen bei der Nahrungssuche geschätzt. Die Fläche bot den Vögeln noch bis in den Winter hinein Nahrung und gab vielen Tieren wie zum Beispiel Feldhasen den nötigen Schutzraum.

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