Böttner baut Geschichte

Waldeck-Frankenberg. In den letzten zehn Jahren ist es etwas ruhiger geworden in Sachen Orgelbau. Doch Christoph Bttner hat ein gr

Waldeck-Frankenberg. In den letzten zehn Jahren ist es etwas ruhiger geworden in Sachen Orgelbau. Doch Christoph Bttner hat ein groes Arbeitsfeld. Mit Restaurationen, Instandhaltung, Umbauten und dem Stimmen von Orgeln habe er genug Arbeit. Orgeln knnen sich verstimmen bei Dreckablagerungen oder auch einfach wenn es in der Kirche zu kalt oder zu warm ist. Zum Stimmen braucht der Orgelbaumeister eine Stimmgabel, ein Thermometer und sein gutes Gehr. Wenn Bttner eine Orgel verkauft schliet er oft einen Pflegevertrag fr diese Orgel mit dem Kufer ab und gibt 10 Jahre Garantie auf das Instrument. Die meisten Orgeln baute er bislang fr Norddeutschland, aber auch fr das Ruhrgebiet, den Landkreis Marburg und Waldeck-Frankenberg. Je nach Gre der Orgel, die abhngig von der Gre der Kirche ist, braucht Bttner drei Monate bis zwei Jahre Herstellungszeit. Auch die Kosten liegen weit auseinander, fr eine kleine Truhenorgel braucht er drei Monate und die Kosten dafr liegen bei etwa 15.000 Euro. Wenn man aber eine neue Orgel fr die Frankenberger Kirche bauen wrde, msste man mit einer Summe zwischen 500.000 und 750.000 Euro rechnen. Eine solche Orgel hat bis zu 44 Register, das heit 44 verschiedene Pfeifenreihen mit rund 3.000 Pfeifen. Bei der keine der anderen gleicht, entweder ist der Durchmesser ein anderer, die Gre oder die Form. Im Vergleich dazu hat die Truhenorgel nur drei Register und rund 59 Pfeifen.1978 hat der 49-jhrige Christoph Bttner mit seiner Ausbildung zum Orgelbauer begonnen. Im Jahre 1991 machte er seinem Meister in dem Handwerk und bernahm 1995 den Betrieb von seinem Vater Wolfgang Bttner, der ebenfalls Orgelbaumeister war und das Unternehmen 1960 in Frankenberg grndete. In der Werkstatt in der Auestrae 34 wird zurzeit eine Auszubildende an das Handwerk der Orgelbauerin herangefhrt. Meist jedoch sind es mnnliche Bewerber die sich bei Christoph Bttner vorstellen. Alle dreieinhalb Jahre bildet er eine/n Orgelbauer/in aus, manchmal auch zwei. Der Beruf des Orgelbauers ist eine Mischung aus Schreiner, Musiker und Metallverarbeiter. Brgermeister Christian Engelhardt nahm den Unternehmensbesuch zum Anlass, sich den Beruf des Orgelbauers mal genauer anzuschauen. Er findet, das der Orgelbauer ein besonderes Gewerbe ist, und der Sinn solcher Unternehmensbesuche wre es, den Frankenbergern auch mal zu zeigen wie vielfltig Frankenberg doch ist. Engelhardt beeindruckt: Sie bauen wirklich Geschichte.

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