Brandgefahr Elektrizität: Mit Akkus brennt es häufiger

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Technische Defekte an Elektrogeräten und an Elektro-Installationen sind die häufigste Ursache bei Bränden in Deutschland.

Technische Defekte an Elektrogeräten und an Elektro-Installationen sind die häufigste Ursache bei Bränden in Deutschland.

Waldeck-Frankenberg. Das Risiko, einen Brand zu erleiden, ist nicht zu unterschätzen: Jährlich werden den Versicherern in Deutschland bis zu 200.000 Brände gemeldet. Elektrizität ist die klar dominierende Brandursache. Elektrogeräte verursachen mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Brände. Auch Lithium-Akkus sind für einen erheblichen Anteil dieser Brände verantwortlich und dieser Anteil nimmt aktuell deutlich zu. Zum einen weil immer mehr dieser Akkus verbreitet werden und zum anderen der Umstand, dass sich durch ihren speziellen Aufbau und ihre hohe Energiedichte besondere Brandgefahren ergeben. Das teilt das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) mit.

Das IFS beruft sich auf ihre statistische Langzeitanalyse der Brandursachen 2002 bis 2016 aus der Schadendatenbank des Instituts, die inzwischen mehr als 15.000 Brandfälle dokumentiert. Im Auftrag von Behörden und Versicherern ermittelt das IFS bundesweit die Ursachen von Bränden. „Die Auswertungen zeigen, dass diese Verteilung Jahr für Jahr recht stabil ist“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des IFS.  

Tipps zur Brandverhütung

Jeder kann die Hauptursachen für Brände in seinem persönlichen Umfeld beeinflussen. Deswegen empfiehlt das IFS: Große Elektrogeräte wie Herd, Spülmaschine oder Wäschetrockner sollten nur betrieben werden, wenn jemand anwesend ist und eine Fehlfunktion bemerken kann. Weiterer Schaden kann am besten vermieden werden, wenn man nach Gebrauch von mobilen Elektrogeräten den Stecker herauszieht. Beim Kauf sollte man auf Prüfzeichen wie TÜV, GS oder VDE achten. Beim Umgang mit Lithium-Akkus ist zu beachten, dass besonders der Ladevorgang kritisch ist. Daher sollte dieser nicht in der Nähe von brennbaren Materialien erfolgen. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus dürfen nicht mehr verwendet werden.

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