Brauch am 1. Mai

Dodenhausen. Sitten und Gebruche haben historischen Ursprung. Auch in Dodenhausen im Kellerwald herrschte ein Brauch der bis zur Auflsung

Dodenhausen. Sitten und Gebruche haben historischen Ursprung. Auch in Dodenhausen im Kellerwald herrschte ein Brauch der bis zur Auflsung der Dorfschule Bestand hatte.Der uralte Brauch, fand immer in der Nacht vor Himmelfahrt oder am Himmelfahrtstag statt. Tage vor dem Fest gingen die Kinder in den Wald, um Weiden oder Eschenste zum Bau von Waldhrnern (Schalmeien) zu holen.Beim Bau wird die Rinde in Schlangenlinien eingeschnitten und abgezogen. Aus ihr wird mit Holzstbchen oder Dornen eine Schalmei gefertigt, die einem frheren Hirtenhorn hnelt.Aus einem kleinen Weidenzweig wird dann durch Klopfen der Schale eine Humme (Mundstck) gefertigt. Dazu werden die Worte Humme, Humme, weire, Saft, Saft seire gesprochen.Nun wird von der Humme ein kleines Stck Schale entfernt, platt gedrckt und anschlieend am Waldhorn befestigt.Damit zogen die Schulkinder in der Nacht zum Himmelfahrtstag blasend durch das Dorf und tuteten vor jedem Haus. Um halb drei zogen sie zur Schule, weckten den Lehrer und dann ging es bei Fackelschein mit tuten und blasen zum Exhelmerstein.Auf dem Exhelmer Stein wurde halt gemacht und in alle vier Himmelsrichtungen geblasen. Dies sollte die bsen Geister von den Feldern vertreiben, damit die Frucht gut gerate und die Berggeister den Menschen nicht schaden konnten. Danach wurden Frhlingslieder gesungen und ein gemeinsames Frhstck eingenommen. Die Schalmeien wurden dann in die Tiefe des Gesteins geschleudert. Der Exhelmer Stein soll ein Schrecken erregender Streithelm Wodans gewesen sein. In historischen Aufzeichnungen wird oft von einer alten Kultsttte am Exhelmer Stein gesprochen.Es ist bedeutsam, dass dieser Brauch sehr nahe am 1. Mai, dem zweit hchsten Fest der Kelten, dem Beltanefest, gefeiert wurde. Dieses Fest stand fr die zweite, helle, Jahreszeit der Kelten ein. Der Sommer wurde mit einem rauschendem Fest begrt.

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