Brücke über den Edersee wird Thema im Kreistag

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Hier könnte bald eine 250 Meter lange Brücke die Rad- und Fußwege zwischen Scheid und Nieder-Werbe verbinden.

Bereits seit 2008 wird über eine Erweiterung des Radweges von Scheid nach Nieder-Werbe nachgedacht. Bisherige Ansätze liefen jedoch ins Leere. Der Bau einer Brücke über die Nieder-Werber Bucht liefert eine Alternative.

Waldeck - In der kommenden Kreistagssitzung am 22. Februar wird es unter anderem um einen Antrag der FDP-Fraktion zum Ausbau des Radweges von Nieder-Werbe nach Scheid gehen.

Bereits 2008 wurde Hessen Mobil ein Planungsauftrag für den Um- und Ausbau der Kreisstraße 22 von Scheid nach Nieder-Werbe einschließlich Rad- und Gehweg auf einer Länge von 600 Metern erteilt. Damals wurden die Kosten für die Maßnahme auf 1,4 Millionen Euro veranschlagt, von denen eine Million für den Rad- und Gehweg mit Kragarm entfallen wären.

Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2014 sollten sich die Baukosten bereits auf 3,25 Millionen Euro belaufen, davon 2,5 Millionen Euro für den Radweg. Diese Investitionssumme erschien sowohl der Stadt Waldeck als auch dem Landkreis zu hoch. Eine aktuelle Kostenschätzung geht heute von 3,2 Millionen Euro für die Kragarmvariante aus.

Doch warum wird der Radweg nicht an der Hangseite der Kreisstraße errichtet? Die Kreisstraße führt durch ein Naturschutzgebiet und das Abtragen des Hanges in erheblichem Umfang würde einen zu großen Eingriff in die Natur und Landschaft darstellen. Die Alternative stellt der Bau einer Rad- und Gehwegbrücke über die Nieder-Werber-Bucht dar, deren Umsetzung nun überprüft werden soll.

Der rote Balken markiert die vorgeschlagene Lage der Brücke über die Bucht bei Nieder-Werbe. Sie soll als Verkehrsweg für Radfahrer und Fußgänger dienen und ein touristisches Highlight darstellen.

Die Vorplanungen von Hessen Mobil sehen eine Option im Bau der Brücke als Verbindungselement zwischen dem Ende des bestehenden Radweges an der K 22 über den Edersee zum Radweg an der L 3086. Die Brücke wäre rund 250 Meter lang und 3,5 Meter zwischen den Geländern breit. Die kolportierten Kosten belaufen sich auf 3,2 Million Euro, also gleich der Kragarmlösung.

Der Vorteil wäre allerdings, dass ohne Vollsperrung der K 22 gebaut werden könnte. Und hinzu käme die Brückenlösung als touristisches Highlight. Das so aktualisierte und überarbeitete Projekt ist am 19. Januar mit Vertretern des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und des Landesbetriebes Hessen Mobil in Wiesbaden besprochen worden. Von dort würde das Vorhaben, besonders die Brücken-Lösung positiv beurteilt.

Erstmals seitdem das Vorhaben von der Politik aufgerufen ist, wird auch eine Förderfähigkeit grundsätzlich in Aussicht gestellt. Drei Varianten werden für den Aufbau der Brücke in Betracht gezogen: eine Hängeseilbrücke, eine Schrägseilbrücke und eine Fachwerkbogenbrücke.

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