Die Bürgerinitiative Pro Waldeck Gegen Massentierhaltung wird sich nicht auflösen

Das abgesagte Maststallprojekt in Waldeck ist für die Bürgerinitiative Pro Waldeck nur eine Etappe

Waldeck - Die Bürgerinitiative Pro Waldeck Gegen Massentierhaltung ist froh, dass Karl Schwalenstöcker seinen Genehmigungsantrag für den Bau einer Geflügelmastanlage zurückgezogen hat. Allerdings wird die Initiative weiter für eine nachhaltige Landwirtschaft kämpfen.

"Die BI Waldeck wird sich nicht auflösen, sondern weiter in der Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen mitarbeiten und in Waldeck auch künftig Veranstaltungen wie etwa Filmabende und Podiumsgespräche zu Themen wie nachhaltige Landwirtschaft, Biodiversität und Ernährung organisieren. Auch Märkte, wie zuletzt den Herbstmarkt, wird es weiter geben", kündigt Susanne Friedrichs an.

Die Bürgerinitiative Pro Waldeck fordert neue Konzepte für Waldeck und für die Region entwickelt werden. "Wir leben in wunderschöner Natur, der Nationalpark zieht Gäste aus aller Welt an, der Landkreis ist Ökomodellregion geworden. Vernünftige ökologische Konzepte für Landwirtschaft und Tourismus können helfen, unsere Region voranzubringen."

Die Initiative bewertet es positiv, dass bei der Diskussion um die Maststallplanungen bei vielen Menschen das Interesse an den Vorgängen in der Kommunalpolitik geweckt wurde. "Bei Infoveranstaltungen und später während der Öffentlichkeitsbeteiligung hat man sich sachlich und intensiv mit dem Thema Massentierhaltung befasst. Viele haben sicher ihr eigenes Konsumverhalten überdacht, die globalen Auswirkungen wurden beispielsweise bei einem Filmabend bewusst gemacht."

Für Friedrichs war die öffentliche Auslegung der UVP eine staatliche Aufforderung an die Bürger, zu Vorhaben Stellung zu nehmen und Einwendungen geltend zu machen. "Von dieser Möglichkeit haben zahlreiche Menschen Gebrauch gemacht. Gerade das ist doch ein Merkmal von Demokratie, dass Meinungen vertreten, von der Politik wahrgenommen werden und in Anträgen in die Parlamente mitgenommen werden, um darüber zu diskutieren."

Rubriklistenbild: © Foto: rff

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