BUND: Die Klimaerwärmung ist die größere Gefahr als Windenergieanlagen

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Rudolf Schaefer

Waldeck-Frankenberg. Der BUND Hessen begrüßt den Beschluss der Regionalversammlung beim Regierungspräsidenten in Kassel zur Windenergie. Danach kö

Waldeck-Frankenberg. Der BUND Hessen begrüßt den Beschluss der Regionalversammlung beim Regierungspräsidenten in Kassel zur Windenergie. Danach können auf 2,3 Prozent der Fläche des Regierungspräsidiums Windenergieanlagen entstehen. "Wir sind froh, dass es nun endlich weiter geht", erklärt BUND Vorstandssprecher Rudolf Schäfer aus Frankenberg im Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Das Regierungspräsidium wird nach dem Beschluss der Regionalversammlung das Anhörungsverfahren über die Planung der Windenergiegebiete in Gang setzen.

In diesem Anhörungsverfahren können die Bürginnen und Bürger sowie die Kommunen, Fachbehörden und Naturschutzverbände ihre Stellungnahme zur Planung abgeben. Der BUND begrüßt die Ausweisung von Vorrangflächen für die Windenergie. "Wenn man die Anlagen bündelt, kann man die besonders schutzwürdigen Flächen aussparen", erläutert BUND Vorstandssprecher Rudolf Schäfer.

Der BUND rechnet damit, dass einige der nun beschlossenen Gebietsvorschläge wegen neuer Erkenntnisse, die im Anhörungsverfahren vorgetragen werden, noch gestrichen werden. In diesem Fall würde die überparteilich beschlossene Zielsetzung des Hessischen Energiegipfels, auf zwei Prozent der Landesfläche Vorrangflächen für die Windenergie festzusetzen, nicht erreicht.

Grundsätzlich hält der BUND aber den schnellen Ausbau der Windenergie auch aus Gründen des Naturschutzes für nötig, auch wenn die Windenergieanlagen für einzelne Vogel- und Fledermausarten ein Risiko darstellen. Denn in der Diskussion darf man nicht übersehen, dass die Klimaerwärmung auch bei uns eine deutlich größere Gefahr für den Naturschutz und die Artenvielfalt darstellt als die Windenergie. So hat das Bundesamt für Naturschutz in einer Studie 500 Arten auf ihre Klimasensibilität untersuchen lassen. 440 dieser Arten, also 88 Prozent, werden schon jetzt durch die bereits laufende Klimaerwärmung beeinträchtigt und für 63 Arten, also immerhin 12 % der untersuchten Arten wurde ein hohes Risiko festgestellt.

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