Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet das „Technikum“ bei Viessmann

Gestern ist das Forschungs- und Entwicklungszentrum „Technikum“ von Viessmann am Stammsitz in Allendorf eröffnet worden, mit keiner geringeren als Bundeskanzlerin Angela Merkel als Gastrednerin.

Allendorf. „Auf in ein neues Jahrhundert” heißt es bei Viessmann. Das Unternehmen, das vor 100 Jahren gegründet wurde, befindet sich aktuell auf Wachstumskurs in fast allen Belangen. Gestern ist das Forschungs- und Entwicklungszentrum „Technikum“ am Stammsitz in Allendorf eröffnet worden, mit keiner geringeren als Bundeskanzlerin Angela Merkel als Gastrednerin.

Die blickte zunächst auf den Bombenanschlag gegen den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund, der sich keine 24 Stunden vorher ereignet hatte. Anschließend stellte sie die herausragenden Eigenschaften des mittelständischen Unternehmens in den Fokus. „Viessmann ist ein Paradebeispiel für den Mittelstand. Wir brauchen Unternehmen wie dieses, das innovationsfreudig ist und vorangeht.“ Beeindruckt war die Kanzlerin von dem Fakt das es in Allendorf gelungen sei, 80 Prozent der CO2-Emmissionen zu reduzieren. Ein Ziel, das die Bundesregierung erst für 2050 anvisiert hat.“ Viessmann wollte mit seinem Effizienz Plus Programm beweisen, was heute mit der vorhandenen Technik möglich ist. Professor Martin Viessmann versteht das Motto „Auf in ein neues Jahrhundert” auch als flammenden Appell. „Die Energiewende ist nur eine Frage des Wollens.“ Er dankte der Kanzlerin: „Sie haben uns mit ihrer Rede inspiriert.“ Anschließend wollte sich die Kanzlerin das Technikum zeigen lassen.

Im Sommer 2014 gab das Unternehmen seine größte Einzelinvestition der Firmengeschichte bekannt. Rund 50 Millionen Euro waren für das neue Technikum veranschlagt. Das neue Technologiezentrum vereint nun alle Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten, mit über 100 universellen Entwicklungsprüfplätzen sowie mehr als 200 Lebensdauerprüfständen. Die kurzen Wege innerhalb des Technikums sollen fachbereichsübergreifende Arbeiten erleichtern. In der zentralen Halle des Gebäudekomplexes werden aufwändige Schallschutzmaßnahmen realisiert, um Team-Sitzungen oder Präsentationen direkt an den Prüfinseln abhalten zu können. Die Fertigstellung des Gebäudes fällt in eine Zeit in der es wirtschaftlich rosig für den Heiztechnikhersteller aussieht. Prof. Dr. Martin Viessmann, Präsident des Verwaltungsrates, betonte im Vorfeld: „In unserem Jubiläumsjahr gilt es für uns einmal mehr, große Herausforderungen als Chancen zu verstehen. Hier sehen wir zum einen die Energiewende, zum anderen die Digitalisierung.“

2016 steigerte Viessmann seinen Absatz um 2,8 Prozent, der Umsatz wuchs um 1,4 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilt. Die Zahl der Beschäftigten ist auf rund 12.000 Mitarbeiter angewachsen. Die Investitionen in die Zukunft des Unternehmens hat Viessmann auf 130 Millionen Euro erhöht. Neben dem aktuellen „Technikum“ soll ein neues Werk in Lipetsk/Russland im Juni 2017 eingeweiht werden. Für den August sind die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum geplant, mit Familienfesten für die Belegschaften der Werke Allendorf, Berlin und Hof.

Rubriklistenbild: © Fotos: Abbildung Werk Viessmann/Archiv

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