Umbau der Burg Hessenstein: Davon konnten Ritter nur träumen

Die Burg Hessenstein wird zur modernen Jugendherberge umgebaut.
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Burg Hessenstein.
Die Burg Hessenstein wird zur modernen Jugendherberge umgebaut.
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V.l. MdL Claudia Ravensburg, Kreisbeigeordnete Hannelore Behle, MdL Jürgen Frömmrich, Bürgermeister Matthias Stappert, NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai und Hessens Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland.
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Hier entsteht der künftige Empfangsbereich.
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Von den Baufortschritten überzeugte sich heute Hessens Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland vor Ort.
Die Burg Hessenstein wird zur modernen Jugendherberge umgebaut.
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Bauleiter Salzmann erklärt die Neuerungen.
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Der Plan zum Umbau.
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Noch vorhandene Stufen bekommen elektrische Rampen für Rollstuhlfahrer.
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Komplett neue Räume entstehen.

Damit die Burg Hessenstein auch in Zukunft ein attraktives Reiseziel bleibt, werden unter anderem aufwendige Modernisierungsmaßnahmen im Sanitärbereich vorgenommen. Künftig wird etwa jedes Zimmer mit einem eigenen Bad ausgestattet sein.

Vöhl. Die spätmittelalterliche Burg Hessenstein aus dem 14. Jahrhundert ist im Eigentum des Landes und beherbergt seit dem Jahr 1922 Hessens erste Jugendherberge. Vor rund 10 Jahren begannen die ersten umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen durch das Land und die Gesellschafter: der NABU Hessen, der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Kreishandwerkerschaft. Heute fungiert die Jugendburg Hessenstein gGmbH als Jugendherberge und Bildungszentrum mit den Themen Natur, Handwerk und Mittelalter.

Wie bereits in unserer Ausgabe vom 10. Dezemberberichtet, werden aktuell die knapp fünfzig Jahre alten Bäder erneuert und die Burg behindertengerecht ausgebaut. Bis Ende April sollen die Bauarbeiten, die unter der Projektleitung des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) stehen, abgeschlossen sein. Die Kosten für die Baumaßnahmen betragen rund 1,5 Millionen Euro. Bei einem öffentlichen Burgfest am 28. Mai 2017 soll die frisch renovierte Anlage zur Besichtigung und zum gemeinsamen Feiern frei gegeben werden. Während der Bauarbeiten ist die Jugendherberge für Buchungsanfragen erreichbar.

Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland erklärte: „Damit die Burg Hessenstein auch in Zukunft ein attraktives Reiseziel bleibt, werden unter anderem aufwendige Modernisierungsmaßnahmen im Sanitärbereich vorgenommen. Künftig wird etwa jedes Zimmer mit einem eigenen Bad ausgestattet sein. Im Zuge der Umbauarbeiten wird auch der Eingangsbereich neu gestaltet. Das Land Hessen übernimmt die hierfür anfallenden Kosten in Höhe von rund 925.000 Euro. Die vom Land Hessen bereitgestellten Gelder sind zugleich eine Zukunftsinvestition in die Ferienregion Kellerwald-Edersee.“ Weiter sagte Weyland augenzwinkernd: „Von so viel Komfort konnten die alten Ritter wohl nur träumen.“

Die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg sagte: „Die Jugendburg Hessenstein soll auch in Zukunft ein attraktives Ziel für Jugendgruppen, Familien, Wanderer, Radfahrer und für Tagungsgäste zu bezahlbaren Preisen sein. Ich freue mich, dass das Land Hessen für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen einen Großteil der Kosten übernimmt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird unsere Region künftig ein modernes barrierefreies Übernachtungsangebot in der Nähe von Edersee und Nationalpark haben.“

Der Landtagsabgeordnete Jürgen Frömmrich sagte: „Ich bin froh, dass das Land Hessen hier in beachtlichem Umfang investiert. Mit den Baumaßnahmen wird die Anziehungskraft der Jugendburg Hessenstein für die Gäste deutlich erhöht. Gerade für die Nationalparkregion Kellerwald-Edersee ist es wichtig, Bildungsangebote im Bereich der Umweltbildung anzubieten. Tagungsstätten wie die Jugendburg Hessenstein sollten dem heutigen Standard an die Qualität auch bei der Übernachtung gerecht werden. Die Baumaßnahmen tragen zur weiteren Attraktivität der Kellerwaldregion bei, darüber freue ich mich sehr.“

Im Mittelpunkt der baulichen Maßnahmen bei der Inklusion stehen unter anderem die Einrichtung von zwei Zimmern für Rollstuhlfahrer, die inklusionsgerechte Gestaltung der Tagesräume und des Burghofes, ein Leitwegsystem für Sehbehinderte, Hörgeschädigte und Menschen mit geistigen Einschränkungen. Für das Inklusionsprojekt stellt der Landkreis 400.000 Euro und der NABU Hessen 200.000 Euro zur Verfügung. Die Kreishandwerkerschaft unterstützt die Baumaßnahmen mit eigenen Arbeitsleistungen.

„Die umfassende Renovierung des Hessensteins trägt nicht nur dazu bei, die Attraktivität der Ferienregion Kellerwald-Edersee zu steigern, sondern sichert auch langfristig Arbeitsplätze“, betonte Matthias Stappert, Bürgermeister der Gemeinde Vöhl. Mit dem behindertengerechten Ausbau der Jugendburg soll das Profil der Bildungseinrichtung erweitert werden.

„Zu den drei Schwerpunkten Natur, Handwerk und Mittelalter kommt künftig noch die Inklusion hinzu“, erklärte Dr. Berthold Langenhorst, Geschäftsführer der Jugendburg. Als Modellregion „Barrierefreiheit in Gastronomie und Tourismus“ sei es für den Landkreis wichtig, aufzuzeigen, dass Inklusion auch in alten Gemäuern realisiert werden könne, erläuterte die Kreisbeigeordnete Hannelore Behle. Ziel des Umbaus sei es, die Qualitätskriterien des Tourismuslabels „Reisen für alle“ zu erfüllen und damit die Inklusion als weiteren Markenkern der Jugendherberge zu etablieren. „Wir wollen Natur für alle erlebbar machen“, so NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai.

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