CDU wird stärkste Kraft: SPD büßt im Landkreis viele Stimmen ein

Das vorläufige Ergebnis zur Kreistagswahl in Waldeck-Frankenberg.
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Das vorläufige Ergebnis zur Kreistagswahl in Waldeck-Frankenberg.

Das vorläufige Endergebnis der Kommunalwahl 2021 in Waldeck-Frankenberg hat die ersten Trendergebnisse insofern bestätigt, dass die CDU mit 28,17 Prozent stärkste Fraktion im Kreistag geworden ist.

Korbach. Das vorläufige Endergebnis der Kommunalwahl 2021 in Waldeck-Frankenberg hat die ersten Trendergebnisse insofern bestätigt, dass die CDU mit 28,17 Prozent stärkste Fraktion im Kreistag geworden ist. 20 von 71 Sitzen bleiben den Christdemokraten wie zuvor auch erhalten. Am Montag sah es sogar nach einem Prozent Gewinn und 21 Sitzen aus.

Dahinter vereint die SPD die zweitmeisten Stimmen auf sich, hat aber erneut mächtig eingebüßt. Der Abwärtstrend nahm nochmals Fahrt auf. Seit 2006 verloren die Sozialdemokraten an Zuspruch, jeweils 2 bis 3 Prozent pro Wahl. Daran änderte auch der Landrat Diesmal fehlen ihnen weitere 5,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Mit 25,52 Prozent erreichen sie 18 Sitze. Die Fraktion schrumpft damit um 4 Sitze.

Bei den Grünen zeigt das bisherige Ergebnis in die entgegengesetzte Richtung. Satte 6,2 Prozent mehr Wählerstimmen machen sie mit insgesamt 14,39 Prozent zur drittstärksten Fraktion 11 Sitze/+4).

Dahinter haben sich die FREIEN WÄHLER etabliert und machen mit 13,81 Prozent 10 Sitze/+2) weiter Boden gut. Die AfD mit 6,99 Prozent 5 Sitze/-3) verlor 4,3 Prozent. Die FDP gewann mit 8,42 Prozent 6 Sitze/+1) hinzu. Die Linke mit 2,70 Prozent 2 Sitze) blieb konstant.

Wer mit wem?

Das Wahlergebnis lässt nun mehrere Optionen zu. CDU und SPD könnten ihre bisherige Arbeit bei einer Mehrheit von 38 Sitzen im Kreisparlament fortsetzen. Mögliche Hürden und gegenseitigen Ressentiments dürften dabei weitaus geringer sein, als in 2016. Damals war die SPD die stärkste Kraft und die Annäherung benötigte einige Gespräche bis zum Koalitionsvertrag.

Sollte die Union einen neuen Weg einschlagen wollen, um vielleicht im Herbst mit einem eigenen Kandidaten zur Landratswahl gegen den bisherigen SPD-Amtsinhaber Dr. Reinhard Kubat anzutreten, so bleiben ihr drei weitere Optionen. Gemeinsam mit den Grünen und den Freien Wählen hätten sie eine große Mehrheit mit 40 von 71 Sitzen im Kreistag.

Gemeinsam mit den Grünen und der FDP hätte die CDU die minimalste Mehrheit von 36 Sitzen. Bezweifelt werden darf aber, dass die Koalitionsarbeit mit zwei Partnern einfacher verläuft. Zumal auch inhaltliche Gegensätze vorhanden sind.

Eine Ausnahme bietet eine Koalition aus CDU, Freien Wähler und FDP, die ebenfalls auf die knappe Mehrheit von 36 Sitzen käme, aber die bis 2011 zehn Jahre Bestand hatte. Rein rechnerisch wäre auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern möglich und käme auf eine Mehrheit mit 38 Stimmen ohne die CDU. Wer letztlich mit wem ein Bündnis eingeht, wird auf jeden Fall die Zielrichtung für den Herbst festlegen.

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