Conti: Jeder Zweite könnte mit Strom fahren

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Stefan Schaller, Lars Neige, Thorsten Peper und Buergermeister Klaus Friedrich. Foto: lsf

Waldeck-Frankenberg. Elektrofahrzeuge haben Marktpotenzial – spätestens dann, wenn ihr Preis sinkt. Das ergab die aktuelle "Continental-Mobili

Waldeck-Frankenberg. Elektrofahrzeuge haben Marktpotenzial – spätestens dann, wenn ihr Preis sinkt. Das ergab die aktuelle "Continental-Mobilitätsstudie", die das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag des Reifenherstellers erstellt hat.

Das Ergebnis: 99 Prozent der Deutschen kennen Elektrofahrzeuge. Und: In Deutschland fahren neun von zehn Pkw-Nutzern weniger als 100 Kilometer täglich. Das bedeutet: Mit den aktuell oder in Kürze am Markt verfügbaren Elektroautos, die eine Reichweite bis zu 150 Kilometern haben, könnten in Deutschland bereits 52 Prozent der Autofahrer ihren Alltag problemlos bewältigen.

Mit künftig noch leistungsfähigeren Energiespeichern könnten sich sogar  fast alle Autofahrer ihre Mobilitätswünsche problemlos ohne Schadstoffausstoß erfüllen.

Auf Tempo verzichten

Schon heute würden, so die Studie, 30 Prozent der Deutschen lieber ein Elektrofahrzeug als ein Auto mit herkömmlichem Antrieb fahren. Dabei wären 71 Prozent bereit, für ein Auto mit alternativem Antrieb auf Höchstgeschwindigkeit zu verzichten, für 54 Prozent würde die Größe des Fahrzeugs in den Hintergrund treten, für 52 Prozent wäre dann auch die Beschleunigungsleistung nicht mehr so wichtig.

Auch das Aufladen der Batterie wäre für viele kein Problem. Denn 51 Prozent der Deutschen besitzen bereits einen festen Stellplatz mit Steckdose. Allerdings würden sich 80 Prozent der Befragten auch den Ausbau öffentlicher Ladestationen wünschen. Wichtigste Voraussetzung für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs ist für 43 Prozent der Preis.

Und das ist zurzeit noch das Problem.  Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender von Continental betont: "Vor dem Hintergrund der Preissensibilität der Autokäufer und der Preisdifferenz eines Elektroautos zu einem Auto mit klassischem Verbrennungsmotor von derzeit rund 10.000 Euro, sehen wir die kurzfristigen Marktchancen eher schwierig. Gerade deshalb ist es eine wichtige Aufgabe für Zulieferer wie Hersteller, jede Möglichkeit für eine volumenunabhängige Senkung der Kosten für Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu nutzen."

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