Schärfere Regeln drohen: 30 Coronafälle in Bad Wildunger Klinik

Die Corona-Infektionszahlen in Waldeck-Frankenberg steigen nun auch sprunghaft an. In einer Reha-Klinik in Bad Wildungen sind von gestern auf heute, 14. Oktober 2020, rund 30 Infektionen gemeldet worden, berichtet der Landkreis in einer Pressemitteilung.

Waldeck-Frankenberg -  In der Statistik des Kreises sind diese nicht alle davon aufgeführt, da die infizierten Patienten sich unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen bereits auf dem Weg in ihre Heimat-Landkreise befinden.

Aktuell gibt es in Waldeck-Frankenberg 33 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen. Der Landkreis appelliert nun einmal mehr an alle, die Regeln zu beachten: Abstand und Hygiene einhalten, nach Möglichkeit die Corona-App nutzen, regelmäßig lüften und Alltagsmaske tragen.

Seit Ausbruch der Pandemie zählt der Landkreis Waldeck-Frankenberg mittlerweile über 300 Personen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. 7 Erkrankte befinden sich aktuell in stationärer Behandlung.

Damit ist die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf 17,2 gestiegen. Bei 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner werden die Maßnahmen – wie bereits in vielen anderen Gebieten in Deutschland auch – deutlich verschärft werden müssen, kündigt der Landkreis an.

„Wir müssen jetzt alle ganz besonders achtsam sein, um den bisher moderaten Verlauf der Zahlen in Waldeck-Frankenberg, den wir durch ein konsequentes Krisenmanagement erreicht haben, nicht zu gefährden. Wir dürfen nicht nachlässig werden“, macht der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese deutlich.

Das Infektionsgeschehen könne sich von einem auf den anderen Tag sprunghaft ändern, wie die aktuelle Situation einer Reha-Klinik in Bad Wildungen zeigt. „Auch hier haben wir rechtzeitig und konsequent gehandelt: Kontaktpersonen werden ermittelt, gegebenenfalls unter Quarantäne gestellt und weitere Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet“, berichtet der Gesundheitsdezernent weiter.

Die Ausbreitung des Infektionsgeschehens im Landkreis und bundesweit zeige einmal mehr, dass das Virus sich weiterhin seine Übertragungswege sucht. „Es liegt nun an uns allen, dass wir die Lage im Landkreis weiterhin so gut im Griff behalten wie bisher.“

Weiterhin gelte es, umsichtig zu sein – insbesondere in den kommenden Monaten, in denen es kälter werde und sich Vieles nach drinnen verlagere.

„Jeder ist aufgerufen, durch Rücksicht, Achtsamkeit und die Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen seinen Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus weiter einzuschränken.“

Rubriklistenbild: © PantherMedia / matej kastelic

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