Der Dackel im Kalkturm

Korbach. Die Korbacher Spalte ist eine für Paläontologen weltweit einmalige Fundstätte, der Procynosuchus, auch "Korbacher Dackel" genann

Korbach. Die Korbacher Spalte ist eine für Paläontologen weltweit einmalige Fundstätte, der Procynosuchus, auch "Korbacher Dackel" genannt, begeistert seit dem Fund 1964 die Fachwelt. Touristisch fristet die Fundstätte, hinter Büschen und Industriegebäuden verborgen, eher ein Schattendasein. Der alte Kalkturm, nur wenige Meter von der Korbacher Spalte entfernt, wurde vor Jahren vor dem Abriss bewahrt und bröckelt seitdem vor sich hin.Spalte und Kalkturm gehen geologisch, wie historisch nicht zusammen, vielleicht in Zukunft aber doch.

Bereits 2008 gab es eine Machbarkeitsstudie für ein "Geopark Informationszentrum" mit vielversprechendem Konzept: der Kalkturm wird saniert und mit musealer Ausstattung bestückt. Der mächtige 10 mal 10 Meter große Klotz gibt im Inneren Einblicke in die Industriegeschichte der Kalkverwertung des nahen Steinbruchs und beheimatet gleichzeitig eine geopädagogische Ausstellung zur Korbacher Spalte. Lange hörte man nichts mehr von dem Projekt, jetzt wurde ihm neues Leben eingehaucht. Das "Geopark Informationszentrum" ist vom Tisch, der Rest des Konzeptes steht nach wie vor. Die Stadt hat das Grundstück erworben und Gutachten und Entwürfe in Auftrag gegeben. Diese wurden von Stadtbaumeister Burkhard Fincke in seiner letzten Amtshandlung und von Tourismusmanager Dr. Marc Müllenhoff in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt.Das Gesamtkostenvolumen von 750.000 Euro wird durch 400.000 Euro Fördergelder abgefedert. Das neue Informations- und Erlebnisareal soll in das touristische Gesamtkonzept der Kreisstadt mit enger Anbindung an das Museum einfließen. Durch eine attraktive Innen- und Außengestaltung des Kalkturms möchte die Stadt zusammen mit dem Geopark, der sich noch ausführlicher im Museum präsentieren möchte, ein weiteres Erlebnis-Highlight in der Region setzen und nebenbei die Stadteinfahrt attraktiver gestalten. Mit entsprechenden Hinweisen am Start zum nahe gelegenen Einstieg des Ederseebahn Radwegs und in Verlinkung mit dem Wolfgang-Bonhage-Museum könnte die Stadt hier eine weitere touristische Punktlandung hinlegen.

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