Damit Landwirte die Spielregeln der Medien besser verstehen

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Florian Schrei referierte engagiert und humorvoll.

Der Umgang mit den Medien ist für viele Landwirte ungewohnt, sie fühlen sich unter genereller Beobachtung der Öffentlichkeit und in Medienberichten oft missverstanden und falsch dargestellt.

Korbach -  Um die Spielregeln der Medienlandschaft besser zu verstehen, hatten die Veranstalter zum „Tag der Landwirtschaft“ am vergangenen Montag den Journalisten Florian Schrei in die Stadthalle eingeladen.

Schrei arbeitet in der Redaktion Landwirtschaft beim Bayerischen Rundfunk. 200 Besucher hörten einen mit viel Engagement und Sachkenntnis präsentierten Vortrag. Schrei kennt sich aus in der Szene, sowohl im Journalismus, wie auch in der Landwirtschaft. Er setzt auf Dialog statt auf Konfrontation. „Man muss wissen, wie Journalisten denken“, sagt er. Wenn es gelinge, die Medien für eine Sache zu begeistern, werde deren Darstellung in der Öffentlichkeit auch positiv ausfallen. Und das geschehe schon im Vorfeld, bevor die Journalisten auf dem Hof stehen.

Gute Kontaktpflege mit den Medien und Vorbereitung seien wesentlich, aber auch Informationen seitens der Journalisten über Format und Inhalt der Berichterstattung seien einzufordern. Hierbei zeigte er die Unterschiede der Berichterstattung von Print, Radio und Fernsehen auf. In der anschließenden Diskussion zeigten sich die Anwesenden mit der regionalen Presse sehr zufrieden, heftige Kritik hagelte es an Fernsehberichten, die nach Meinung vieler einseitig seien, zum Beispiel zum Thema Tierhaltung.

Ein TV Bericht über den Einbruch von Tierschützern im Stall eines Landwirts im Landkreis sorgte für viel Aufregung bei Anwesenden: „Hier wurde den Tätern mehr Raum gegeben als den Geschädigten.“ Grundsätzlich wird beklagt, dass die Medien eher an Skandalen als an positiven Berichten interessiert seien. Andere fühlen sich hilflos gegenüber der rhetorischen Überlegenheit der Journalisten. Schrei mahnte angesichts einzelner negativer Beispiele, die positiven nicht aus den Augen zu verlieren. Der weitaus größte Anteil der Journalisten berichte sachlich und wahrheitsgemäß. Die Presse sei schließlich auch dazu da, mögliche Missstände beim Namen zu nennen. Abschließend machte er noch einmal Mut, das Miteinander zu suchen. „Haltet euch die Presse warm“.

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