Digifunk bis 2010

Waldeck-Frankenberg. Mit dem Digitalfunk fhrt Deutschland eine zukunftsorientierte Technik ein, die ein flchendeckendes Netz fr alle

Waldeck-Frankenberg. Mit dem Digitalfunk fhrt Deutschland eine zukunftsorientierte Technik ein, die ein flchendeckendes Netz fr alle Behrden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zur Verfgung stellt. Nach Inbetriebnahme steht den Krften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz modernste Technik zur Bewltigung ihrer Aufgaben zur Verfgung. Damit ist eine behrdenbergreifende Kommunikation mglich, die auch erhebliche Vorteile bei der Einsatzorganisation und -steuerung bietet. Neben der qualitativ hochwertigen Sprachkommunikation wird via Digitalfunk auch eine Datenbertragung mglich sein. Zu diesem Thema fand am 4. Februar 2009 einer Informationsveranstaltung im Regierungsprsidium Kassel statt. Hier hatten rund 200 Fhrungskrfte aus den nordhessischen Feuerwehren Gelegenheit, alles Wissenswerte rund um die Einfhrung der neuen Funktechnik zu erfahren. Nach der Begrung durch Regierungsvizeprsident Hans-Peter Conrad und den Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes Kurhessen-Waldeck, Werner Bhr, referierte Joachim Wendt, der Leiter des Projektes Digitalfunk im hessischen Innenministerium.Federfhrend fr den Aufbau und den spteren Betrieb des bundesweit einheitlichen Digitalfunknetzes ist die Bundesanstalt fr den Digitalfunk der Behrden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS). In Hessen wurde unter Federfhrung des Hessischen Ministeriums des Inneren und fr Sport (HMdIS) eine Projektorganisation eingesetzt. Hier sind die Fachleute derzeit mit Planung und Aufbau beschftigt. um fr die Polizei, die Feuerwehr und alle anderen Hilfsorganisationen ein modernes Funknetz zu realisieren. Dazu zhlen auch die Umrstung von 33 Leitstellen und die Beschaffung der Endgerte. Der Zeitplan fr die Einfhrung sieht derzeit vor, in Hessen im September 2009 mit dem Probetrieb zu beginnen. Weiterhin soll der landesweite Aufbau des Netzes bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Als Pilotdienststellen sind zunchst die Branddirektion Frankfurt am Main fr Feuerwehr und Rettungsdienst sowie die Polizeidirektion Wiesbaden vorgesehen. Weiterhin ist derzeit geplant, dass im Jahr 2010 in Nordhessen ein weiteres Pilotprojekt unter Beteiligung von Polizei und Feuerwehr den Betrieb aufnimmt. Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotbetriebs werden die hessischen Dienststellen -beginnend in Sdhessen- schrittweise in den Wirkbetrieb bergeleitetet.Hans-Peter Conrad wies in seiner Begrungsrede darauf hin, dass diese Umstellung eine groe finanzielle Belastung fr die Gemeinden darstelle. Umso hilfreicher ist die finanzielle Frderung des Landes fr die Beschaffung der digitalen Funkgerte. Hessen ist damit eines der wenigen Bundeslnder, das die Beschaffung der Digitalfunkgerte frdert. Im Gegensatz zu anderen Bundeslndern trgt das Land Hessen die kompletten Kosten fr den Netzaufbau und den Betrieb, erklrte der stellvertretende Regierungsprsident. Der Kreisbrandinspektor des Schwalm-Eder-Kreises Werner Bhr, der auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes sprach, dankte dem Regierungsprsidenten fr die Organisation der gemeinsamen Veranstaltung, die aus seiner Sicht eine wichtige Informationsplattform bildet.Projektleiter Joachim Wendt ging im Rahmen seiner Ausfhrungen auf alle relevanten Themenbereiche vom Netzaufbau ber die Gertebeschaffung bis hin zur Umrstung der Leitstellen von Polizei und Feuerwehr ein. Demnach sieht die Funknetzplanung in Hessen derzeit 420 Basisstationsstandorte vor. Mit dieser Standortdichte ergibt sich eine sehr gute Funkversorgung und das Netz wird am Ende schlielich so ausgebaut sein, dass beispielsweise die Alarmierung ber das neue digitale Funknetz in den Siedlungsflchen gewhrleistet ist, sagte Wendt. Auch konnte er berichten, dass die Planungsphase in Teilbereichen bereits abgeschlossen ist. Das hessische Baumanagement hat im Auftrag des Projekts Digitalfunk BOS Hessen die Ausschreibung und die Bauberwachung fr die Ertchtigung oder den Neubau der entsprechenden Infrastruktur bernommen. Im Dezember 2008 wurde ein erstes Paket fr den Aufbau von acht Basisstationen vergeben. Mit dem Stahlbau haben die Fachfirmen bereits begonnen und an den ausgewhlten Standorten starten die Baumanahmen, sobald es die Witterung zulsst.Bezglich der Beschaffung der digitalen Endgerte konnte der Projektleiter fr die Einfhrung des Digitalfunks ebenfalls eine positive Zwischenbilanz ziehen: Wie Sie wissen, hat das Land Hessen allen Bedarfstrgern die Mglichkeit gegeben, sich an einer Sammelbestellung zu beteiligen. Diese war ursprnglich nur dafr vorgesehen, um die Funkgerte fr die hessische Polizei und die anerkannten Fahrzeuge des Katastrophenschutzes zu beschaffen. Mit dieser Einkaufskooperation erhielten die Gemeinden und Stdte die Mglichkeit, den Bedarf fr ihre Freiwilligen und Berufsfeuerwehren zu decken. Gleiches gilt fr die Werkfeuerwehren, die vier im Land Hessen aktiven Rettungsdiensttrger (Arbeiter Samariterbund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst), die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft sowie fnf privatwirtschaftliche organisierte Firmen im Rettungsdienst. Aufgrund der groen Stckzahlen ist mit erheblichen Einsparungen gegenber einer Einzelbestellung auf Ortsebene zu rechnen. Die Beteiligung an dieser Kooperation ist auf ein erfreulich groes Interesse gestoen, konnte Wendt berichten: Von 426 Kommunen haben sich 409 entschlossen, ihre Gerte auf diesem Weg zu beschaffen. Gleiches gilt fr die 21 Landkreise und die fnf kreisfreien Stdte in Hessen, die sich ebenfalls geschlossen beteiligen.Im Anschluss an den Vortrag hatten die Feuerwehrleute Gelegenheit, Fragenstellungen von allgemeinem Interesse anzusprechen. Anhand von zwei bereits mit Digitalfunkgerten ausgestatteten Fahrzeugen eines von der hessischen Landesfeuerwehrschule und eines von der Werkfeuerwehr VW aus Baunatal konnten sich die Fachleute ein Bild davon machen, wie die Gerte aussehen und wo sie eingebaut werden knnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

„KreisBar“ eröffnet: Lebenshilfe Werk führt Kantine im Korbacher Kreishaus

Seit dieser Woche betreibt das Lebenshilfe-Werk Korbach die Kantine im Korbacher Kreishaus.
„KreisBar“ eröffnet: Lebenshilfe Werk führt Kantine im Korbacher Kreishaus

BAC-Theater Bad Arolsen zeigt „Auf ein Neues“

Im BAC-Theater Bad Arolsen wird die Komödie "Auf ein Neues" gezeigt.
BAC-Theater Bad Arolsen zeigt „Auf ein Neues“

Aufsehen erregender Fund: „Chroniosuchier“ aus der Korbacher Spalte erstmalig für Mitteleuropa identifiziert

Ein neuer Fund aus der Fossilienfundstätte Korbacher Spalte hat in Wissenschaftskreisen Aufsehen erregt. Das Fundmaterial wird zurzeit an der Berliner …
Aufsehen erregender Fund: „Chroniosuchier“ aus der Korbacher Spalte erstmalig für Mitteleuropa identifiziert

Wanderung im Nationalpark Kellerwald-Edersee: Wolf, Luchs und Wildkatze

Unter dem Motto „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ lädt Nationalparkführerin Viola Wagner zu einer Exkursion in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein.
Wanderung im Nationalpark Kellerwald-Edersee: Wolf, Luchs und Wildkatze

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.