Digital ins Rathaus: Korbach bietet ab sofort viele Dienstleistungen digital an

Das im Bau befindliche neue Rathaus von Korbach wird nach seine Fertigstellung wohl immer weniger Besucher anziehen: Immer mehr Dienstleistungen lassen sich bequemer online erledigen.
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Das im Bau befindliche neue Rathaus von Korbach wird nach seine Fertigstellung wohl immer weniger Besucher anziehen: Immer mehr Dienstleistungen lassen sich bequemer online erledigen.

Das 2017 veröffentlichte Online-Zugangs-Gesetz, kurz OZG, legt fest, dass alle öffentlichen Verwaltungsdienstleistungen zukünftig auch online anzubieten sind. Stichtag ist für alle Städte, Bundesländer und den Bund der 31. Dezember 2022.

Korbach. Die Korbacher Bürger haben es jetzt schon einfacher: viele Dienstleistungen im Rathaus sind ab sofort digital abzurufen. Die Stadtverwaltung setzt nach der Einführung des Handyparkens weitere Projekte um und weitet das Onlineangebot kontinuierlich aus.

Eine Vielzahl an Dienstleistungen, wie die Beantragung von Meldebescheinigungen im Bürgerbüro oder die Voranmeldung von Eheschließungen mit Wunschtermin im Standesamt, können bereits digital genutzt werden. Die online angebotenen kostenpflichtigen Dienstleistungen im Bürgerbüro und im Ordnungs- und Standesamt können mit ePayment bequem online mit allen gängigen Zahldienstleistern gezahlt werden. Im Ordnungsamt besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Anhörungen im Ordnungswidrigkeitenverfahren online zu beantworten und Verwarngelder ebenfalls mit PayPal und Co. zu zahlen.

Weitere selbstentwickelte Dienstleistungen wie ein volldigitalisiertes Bewerbungsverfahren werden in Kürze folgen. Dazu wurde die Digitalisierungsplattform civento beschafft und die Mitarbeiter entsprechend geschult.

Um die digitale Weiterentwicklung der Stadtgesellschaft und Verwaltung zügig voranzutreiben, neue Handlungsfelder zu ergründen und moderne Arbeitstechniken einzuführen, wurde Mitte dieses Jahres die Stelle eines Digitalisierungsbeauftragten geschaffen und ein in diesen Bereichen erfahrener Mitarbeiter gewonnen.

Weitere Herausforderungen, wie die Umsetzung des Onlinezugangsgesetztes OZG), das die Verwaltungen verpflichtet, ihre Dienstleistungen bis Ende 2022 auch online verfügbar zu machen, werden in abteilungsübergreifenden Projekten angegangen. Dafür wurde ein Projektmanagementwerkzeug beschafft, dass in Coronazeiten eine virtuelle Zusammenarbeit mög-lich macht.

Ziel der Stadtverwaltung ist, alle Dienst- und Antragsleistungen nicht nur für die Korbacher Bürger online zur Verfügung zu stellen, sondern auch eine medienbruchfreie und digitale Weiterbearbeitung in der Sachbearbeitung zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Hansestadt in neue Software investiert und entwickelt die in einigen Bereichen seit Jahren eingesetzte elektronische Akte weiter.

„Außerdem ist geplant, die Bürger aktiv an der Digitalisierung der Dienstleistungen zu beteiligen“, so Bürgermeister Klaus Friedrich. „In einem ersten Schritt können Sie einige Onlinedienste bewerten, mögliche Verbesserungspotentiale aufzeigen und so zukünftige Verfahren aktiv mitgestalten.“

Für die sichere Zustellung von Dokumenten und Daten im elektronischen Rechtsverkehr hat die Hansestadt zusammen mit den Mitgliedskommunen des Kommunalen ServiceVerbund Eisenberg das „besondere elektronische Behördenpostfach“ beBPo) eingeführt. Auf diesem Wege können sensible Daten zwischen Behörden, Gerichten und juristischen Personen datenschutzkonform und rechtssicher ausgetauscht werden.

Für Fragen, Wünsche und Anregungen kann ab sofort das neue Digitale Kontaktformular genutzt werden. Hier besteht die Möglichkeit, Anliegen, Daten und Dokumente datenschutzkonform hochzuladen.

Weitere Informationen gibt auf www.korbach.de/Onlineservice auf der Homepage der Stadt.

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