Digitalisierung nicht zu jedem Preis: Eine Bürger-App wird es in Korbach vorerst nicht geben

Der Antrag von Jochen Rube für eine Bürger-App in Korbach wurde mehrheitlich abgelehnt. Der FDP-Lokalpolitiker ist damit ganz offenbar nicht glücklich und wettert über ein soziales Netzwerk weiter.

Korbach - Die Digitalisierung gehöre mittlerweile zum Leben dazu, nur die staatlichen Stellen hinkten da etwas hinterher, so zumindest sieht es Jochen Rube (FDP) und beantragte in der Stadtverordnetenversammlung eine „BürgerApp“ für Korbach.

Die Bürger könnten hier direkt ihre Anregungen und Beschwerden an die Stadt weitergeben. „Die Homepage ist überfrachtet“, sagte Rube und die meisten seien ohnehin mobil unterwegs. Mit Bürgernähe und „modernem Verwaltungsbewusstsein“ will er in die Zukunft.

Die Stadt Ingelheim habe dies bereits erfolgreich praktiziert und erhalte ungefähr 380 Beiträge pro Jahr über die App. Die von Rube kalkulierten Kosten liegen um die 6000 Euro. Nach Recherchen der Stadtverwaltung kostet es aber mindestens das Doppelte. Konkretere Informationen über die Ausstattung der unterschiedlichen Angebote konnten nicht gegeben werden.

Den Abgeordneten aus den anderen Parteien war das zu aufwändig und teuer. „Kosten und Ergebnis stehen in keinem Verhältnis“, so Henrik Ludwig (SPD). Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Rube ist damit ganz offenbar nicht glücklich und wettert über ein soziales Netzwerk weiter.

Mehr Erfolg hatte die CDU mit ihrem Vorschlag, Korbach über eine Webcam aus der Luft im Internet der ganzen Welt zu präsentieren. Der Antrag fand die Mehrheit der Versammlung.

Rubriklistenbild: © Foto: rff

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