„Down! - Set! – Hut!“: American Football in Korbach

American Football in Korbach: Schweißtreibenes Training bei den Goldminers
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American Football in Korbach: Schweißtreibenes Training bei den Goldminers

Wenn am Freitagabend ungewöhnliche Kommandos über den Sportplatz im Korbacher Ortsteil Helmscheid gerufen werden, dann sind dort die „Goldminers“ am Trainieren, der neue American Football Club in der Kreisstadt.

Korbach. „Down! - Set! – Hut!“ tönt es über den Rasen. Wenn am Freitagabend ungewöhnliche Kommandos über den Sportplatz im Korbacher Ortsteil Helmscheid gerufen werden, dann sind dort die „Goldminers“ am Trainieren, der neue American Football Club in der Kreisstadt. Und es gibt noch jede Menge weitere Kommandos, die den Sport ausmachen. Seit drei Monaten trainieren sie und gehören vereinstechnisch zum Verein Korbach International.

Maik Kügler und zwei Kumpels haben lange in Brilon trainiert. Die Fahrt dorthin war ihnen auf Dauer zu aufwändig. Jetzt haben sie ihren eigenen Club gegründet und verzeichnen riesigen Zulauf: Zwischen 30 und 40 Leute trainieren zweimal in der Woche Athletik und Taktik, die prägenden Eigenschaften im Football. Im Training herrscht harte Disziplin, bei Unachtsamkeiten gibt es schon mal einige Liegestütze extra. Trotzdem herrscht ein freundlicher und rücksichtvoller Umgangston, man hilft und unterstützt einander. Neue werden sofort integriert. Es gibt viele Teamsportarten, aber im American Football merkt man erst, was das Wort überhaupt bedeutet. Hier ist kein Platz für Individualismus, alles wird in den Dienst des Teams und des Spiels gestellt. Jeder Spieler wird gebraucht. Es wird niemand ausgegrenzt. Football ist ein sehr körperbetontes Spiel, es kracht gelegentlich heftig. Die Beteiligten dürfen keine Angst vor intensivem Körpereinsatz haben. Deshalb sind die Spieler auch von Kopf bis Fuß gepolstert, schon das Training geht nicht ohne Blessuren ab.

Zunächst gibt es „warm up“, Aufwärmen, es wird jede Menge gelaufen. Intervallübungen, Dehnübungen, Liegestütze und weitere Konditionsübungen folgen. Danach wird in drei Gruppen geübt: Offence (Angriff), Defence (Verteidigung) und Werfen. Die besonders Kräftigen stehen in der Verteidigung und trainieren blocken, die Athletischen trainieren angreifen und die Schnellen trainieren laufen und antäuschen. Alles läuft wie ein Uhrwerk, und die Jungs kommen ganz schön ins Schwitzen.

Eine Vielzahl an Regeln

Für viele Europäer ist American Football nicht ganz einfach zu verstehen. Es gibt eine Menge Regeln und auch diverse Varianten. Grundgedanke des Spiels ist, Raum zu gewinnen und Punkte einzufahren. Im Verlauf eines Spiels, das in vier Vierteln ausgetragen wird, versuchen zwei Mannschaften aus je elf Spielern, den Spielball in die gegnerische Endzone zu bringen oder ein Field Goal zu erzielen. Da ein Spielfeld (100 Yards) räumlich begrenzt ist, wird das Erreichen der Endzone mit Punkten belohnt. Punkte in unterschiedlicher Anzahl können auch auf verschiedene andere Weisen erzielt werden. Die sich im Ballbesitz befindende Mannschaft (Offense) kann durch Werfen sowie Laufen einen Raumgewinn erreichen, der schließlich durch einen Touchdown oder ein erzieltes Field Goal zu Punktgewinnen führt. Der Chef im Angriff ist der Quarterback, der die Kommandos gibt. Die verteidigende Mannschaft (Defense) versucht logischerweise, die Offense daran zu hindern und selbst in Ballbesitz zu kommen. Gewinner ist die Mannschaft, die nach Ablauf der Spielzeit die meisten Punkte erzielt hat.

American Football wurde nach dem 2. Weltkrieg von den amerikanischen Soldaten mit nach Deutschland gebracht. In den 1970ern entstanden die ersten deutschen Vereine und in den 1980ern begann ein erster organisierter Spielbetrieb. Die Sportart erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Die Goldminers aus Korbach trainieren derzeit noch aus Spaß, haben aber die Pläne, 2019 in den Ligabetrieb einzusteigen. Sie freuen sich über jegliche Unterstützung.

Ein Video gibt's hier.

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