Dreimal um die Erde: Frankenberg liefert starkes Debüt beim „Stadtradeln“

Frankenberg zieht nach der ersten Teilnahme am Stadtradeln ein sehr positives Fazit.
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Frankenberg zieht nach der ersten Teilnahme am Stadtradeln ein sehr positives Fazit.

Fahrradkilometer sammeln, Gesundheit erhalten und das Klima schützen – darum ging es vom 24. August bis 13. September drei Wochen lang beim Stadtradeln in Frankenberg. Die internationale Aktion wird jedes Jahr vom Klima-Bündnis durchgeführt, Frankenberg war 2020 das erste Mal dabei.

Frankenberg -Fahrradkilometer sammeln, Gesundheit erhalten und das Klima schützen – darum ging es vom 24. August bis 13. September drei Wochen lang beim Stadtradeln in Frankenberg. Die internationale Aktion wird jedes Jahr vom Klima-Bündnis durchgeführt, Frankenberg war 2020 das erste Mal dabei.

Inzwischen sind die letzten Kilometer nachgetragen, das Ergebnis in Frankenberg steht fest: Insgesamt 586 aktiv Radelnde haben in 21 Tagen zusammen 120.190 Kilometer erradelt. Das ist dreimal die Strecke um den Äquator, im Durchschnitt mehr als 200 km pro Kopf. Umgerechnet ergibt das eine Einsparung von rund 18 Tonnen CO2 gegenüber der Nutzung eines PKW für dieselbe Strecke.

„Das Ergebnis ist spitze“, zeigte sich Bürgermeister Rüdiger Heß hoch erfreut über das Endergebnis. „Ein großes Kompliment an alle Teilnehmenden und vielen Dank fürs Mitmachen. Mit so viel Rückenwind sind wir sicherlich auch 2021 wieder mit dabei.“ Er könne sich sogar vorstellen, „dass wir als Region daran teilnehmen – jede Kommune für sich und alle gemeinsam, vielleicht sogar landkreisweit.“ Man könne so Synergien nutzen, der Schub wäre enorm. Mit Gemünden und Bad Wildungen seien schon zwei weitere Kommunen im Landkreis aktiv. „Ich sehe das als Etappenziel, den Fahrradverkehr in Frankenberg und in der Region weiter zu stärken. Denn auch unabhängig von Corona wird der Bedarf nach mehr und besserer Fahrradinfrastruktur steigen. Ich sehe uns auf einem guten Weg.“

Beeindruckt von der Leistung der Frankenberger zeigte sich auch Jörg Näther, Ansprechpartner und Stadtradeln-Koordinator bei der Stadt: „Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Die Resonanz hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen.“

Mehr als drei Prozent der Frankenberger Gesamtbevölkerung haben sich für die Aktion begeistern lassen. Um die Frankenberger Leistung einordnen zu können, lohnt sich der Blick in das Ranking auf www.stadtradeln.de. Im Kilometer-Vergleich aller 149 Teilnehmerkommunen in Hessen liegt Frankenberg derzeit auf einem sehr guten 21. Platz, noch vor deutlich größeren Städten wie Fulda, Bad Nauheim oder Marburg. In der Städtekategorie mit 10.000 bis 49.999 Einwohnern landet Frankenberg sogar auf dem 6. Platz, als zweitbester „Newcomer“ 2020. Bis Ende Oktober kann sich an den Platzierungen noch etwas ändern, die rund 120.000 km kann Frankenberg aber niemand mehr nehmen.

Ihren Beitrag zur Verkehrswende leisteten auch einige Vertreter der lokalen Politik. Mit 16 von 39 Mitgliedern aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung war mehr als ein Drittel beim Stadtradeln aktiv – eine hessenweit ebenfalls gute Quote. Insgesamt 48 Teams haben sich in Frankenberg zusammengefunden, zahlreiche Einzelfahrer haben sich dem offenen Team Frankenberg angeschlossen. Mit 14.317 km war das Team aus dem Stadtteil Willersdorf am aktivsten, gefolgt vom Team aus Schreufa 13.968 km) und dem Team des Kreiskrankenhauses 11.973 km). Eine offizielle Siegerehrung wird es noch geben.

Wer die Stadtradeln-App genutzt hat, kann dies zum Nachverfolgen von Strecken auch weiterhin. Auch die Plattform „RADar“ für einfache Rückmeldung zu möglichen Mängeln auf Fahrradwegen steht sowohl über die App als auch auf www.radar-online.de weiter zur Verfügung.

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